In nur vier Freibädern seien Keime gefunden worden, die auf eine fäkale Verschmutzung hinwiesen. Das teilte die Volkswirtschafts- und Gesundheitsdirektion (VGD) am Montag mit. Konkret waren drei Kinderplansch- und ein Rutschbahnbecken belastet. Da alle Becken aber ausreichend Chlor enthielten, seien wegen der pathogenen und Fäkalkeime keine Massnahmen nötig gewesen.

In 15 Becken fanden sich zudem erhöhte Harnstoffwerte - diese Substanz stammt neben Urin primär aus Schweiss und Kosmetika. Erhöhte oder zu tiefe Chlorwerte wurden in 13 Becken beanstandet; kleinere Abweichungen gleich ad hoc korrigiert.

Die guten Badi-Wasser-Noten kamen heuer bei Kontrollen an drei sonnigen und heissen Sommertagen zustande - bei grossem Andrang ist auch die Wasserbelastung hoch. Aus jedem Becken wurden chemische und bakteriologische Proben entnommen und analysiert. Gleich vor Ort wurden der Chlorgehalt und der pH-Wert überprüft.

Der Kanton überwacht Hygiene und Wasserqualität in öffentlichen Gartenbädern, da diese dem kantonalen Gesundheitsgesetz unterstehen. Im Visier ist dabei auch die Selbstkontrolle: Die Betriebstagebücher werden auf gründliche und schlüssige Einträge überprüft. Hier gab es laut VGD "keine grossen Anlässe zu Beanstandungen". Die Betreiber sähen neue Proben noch 2019 vor.