Einzelinitiative

«Hände weg von der Errichtung von Wohnbauten im Gebiet von Salina Raurica»

Die Wohngebiete am Südrand von Pratteln sind derzeit gar nicht mit dem öffentlichen Verkehr erschlossen.

Die Wohngebiete am Südrand von Pratteln sind derzeit gar nicht mit dem öffentlichen Verkehr erschlossen.

In Salina Raurica soll es keine neuen Wohnungen geben. Der Ex-SVP-Landrat Walter Biegger lanciert in Pratteln eine Einzelinitiative.

In Salina Raurica sollen keine Wohnbauten entstehen, höchstens Arbeitsplätze. Das fordert die Einzelinitiative, die Walter Biegger in Pratteln eingereicht hat. Der 83-Jährige war 35 Jahre lang politisch tätig, unter anderem als SVP-Landrat und erster Präsident des Quartiervereins Längi. Das Quartier am Rande der Gemeinde sieht er jetzt als schlechtes Beispiel, das man im Planungsgebiet Salina Raurica nicht wiederholen dürfe. «Ein Quartier wurde aus dem Boden gestampft, fernab von Pratteln, ohne jegliche Anbindung ans Dorf und Infrastruktur», schreibt er.

Gegen die Einrichtung von Arbeitsplätzen ist Biegger nicht unbedingt. Er stört sich aber gegen die Ansiedlung von 2500 Bewohnern, wie das in Salina Raurica geplant ist. Das bedeute nur teure Infrastruktur-Pflichten wie Strassen, Schulen und öffentlicher Verkehr. Sein Fazit: «Einen Fehler darf man bekanntlich machen. Sträflich ist aber, wenn man ihn zweimal macht. Deshalb Hände weg von der Errichtung von Wohnbauten im Gebiet von Salina Raurica.» Biegger versteht seine Initiative als Zusatz zur kommunalen Volksinitiative «Salina Raurica Ost bleibt grün», die neulich eingereicht worden ist. Diese verlangt, dass in Salina Raurica gar nichts gebaut wird.

Biegger hatte neulich mit Einzelinitiative Erfolg

Der Ex-SVP-Landrat schreibt, seine Einzelinitiative solle dann zur Anwendung kommen, sollte die Volksinitiative nicht angenommen werden oder «aus irgendeinem Grund nicht umsetzbar sein».

Der Einwohnerrat hat jetzt ein Jahr Zeit, um zu entscheiden, ob er die Einzelinitiative für erheblich erklärt. Lehnt er das ab, geschieht gar nichts. Erklärt er das Begehren für erheblich, geschieht dasselbe wie mit einer Volksinitiative, für die Unterschriften gesammelt worden sind: Lehnt sie der Einwohnerrat ab, kommt es zur Urnenabstimmung. Biegger hatte neulich mit einer anderen Einzelinitiative Erfolg. Er forderte eine Anbindung der Prattler Hangquartiere an den öV, was zu probeweise subventionierten Taxis führte.

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