Aesch

Herrenfasnacht: Eine heisse Sache mit Abkühlung im See

Ä haissi Sach» spielt auf die unter der Sommersonne als Landgemeinde ausgetragene Gemeindeversammlung an, aber auch auf die steigenden Temperaturen, die unter anderem den Umzug mit 39 Formationen und rund 800 Aktiven bei mildem, frühlingshaftem Wetter begleiteten. Den Start machten zum 25-Jahr-Jubiläum mit dem Sujet «Bijou» die Ratze-Putzer und ihrer Bühne «The Grand Ratzeputzer Orchestra», wo sie vom Wagen aus und mit grossen Aufblasflaschen feierten.

Die Aescher Guggenmusik Revoluzzer marschiert seit 20 Jahren mit, und jeweils das Zehn-Jahr-Jubiläum feierten die Wildi Blotere und die Luusmeitli. Für andere war es die letzte Fasnacht. Die Crazy Work-Shop Family tritt nach 15 Jahren von der Bühne ab, ebenso Matthias Cueni nach sieben Jahren als Obmann. Eine Fasnacht mit vielen Themen zu Wasser – der See und das Ozeanium – ist es laut Cueni, der noch keinen Nachfolger hat, sich für die Zukunft aber mehr Formationen wünscht.

Gleich daneben inspizierte Marianne Hollinger die Wagen, kurz bevor es losging. Sie fand sich im Bikini im Liegestuhl bei Die Andärä wieder und schmunzelte. Der See gebe ein derart gutes Sujet ab, dass man ihn einfach bauen müsse, so Hollinger, die nach 16 Jahren als Gemeindepräsidentin bald abtritt. «E cooli Sach?» war das Motto des Wagens, bei dem auch Waggis mit Eisbären Beachvolleyball spielten. Fazit:

Kei Wunder gön hüt alli go demonstriere,
me muess sich jo au nüm an Ranze friehre.

Der See, Nemo und andere Fische waren Teil des Wagens von D’Schlitzohre mit dem Sujet «Aesch am See BL». Auch da durfte Hollinger nicht fehlen:

Gli wirdsch d’Marianne xseh,
Pedalofahre ufem Aescher See.

Die Aescher Märtgumsle nahm sich mit «Mir göhn bade» ebenfalls dem Thema an, während die Chaote-Seleggschen bereits Gutscheine für den Liegestuhlverleih verteilte und die Schwimm-WM 2030 im See verkündete. Dem Thema Aesch Nord widmete sich auch die neue Formierung Mikrobe und machte aus der Smart City die Smart Schitty samt Kloschüssel, während die Aescher Staiwaggis als Brückenbauer im rustikal wirkenden Holzwagen fuhren.

Die Chlusbach Waggis dagegen freuten sich auf einer Seite des Wagens auf eine Prachts-Allee zum Flanieren, während auf der anderen Seite eine Tramerweiterung nach Pfeffingen oder zum Bahnhof ins Spiel gebracht wurde. Wasser war auch bei den Baby-Sitter Waggis ein Thema, wo ein Hai den städtischen Baslerstab zerbiss, das Ozeanium aber im Baselbiet willkommen geheissen werden könnte:

S Ozeanium händ Bebbis in d’Versängig gschosse,
s’Thema isch abr no lang nit abgschlosse.
Z’Binnige sell er ane dä Betoklotz,
sot bringe Publikum und no meh Chlotz.

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