Die Waldenburgerbahn (WB) soll eleganter, kundenfreundlicher und noch sicherer werden. Neben Moderne soll auf den Gleisen aber auch Nostalgie Platz haben – das Dampfzügli mit der Original-Dampflok «Gedeon Thommen» von 1902 und den stilechten Personenwagen aus den 1930er-Jahren. 

Das Kulturgut, das zum Waldenburgertal gehört wie der Käse zur Schweiz, kann jedoch nur aufrechterhalten werden, wenn die Spur nicht auf 100 Zentimeter verbreitert wird. Darüber wird der Landrat voraussichtlich im Herbst entscheiden. Zudem soll die WB in die Baselland Transport AG integriert werden. 

Der Verein Dampfzug Waldenburgerbahn (VDWB) hat nun Verstärkung erhalten. Ein Patronatskomitee ist gegründet worden. Ihm gehören an Ständerat Claude Janiak, alt Regierungsrat Jörg Krähenbühl, mehrere Baselbieter Nationalräte, zahlreiche Landräte sowie weitere Personen. 

VDWB-Präsident Kurt Grieder hielt an der Medienorientierung in Liestal ein flammendes Plädoyer fürs Dampfbähnli. «Für eine Beibehaltung der Spurbreite von 75 Zentimetern sprechen viele Vorteile. Eine Umspurung brächte hingegen viele Nachteile», ist Grieder überzeugt. Urs Steiner, der Präsident des WB-Verwaltungsrats, setzt sich ebenfalls für den Dampfbetrieb ein. Der Verwaltungsrat müsse sich jedoch neutral verhalten, sagte Steiner, «denn jetzt muss die Politik entscheiden».