Bachgraben

Herzog & de Meuron bauen einen Eckturm für Allschwil

Jetzt steht fest, was auf der äussersten Ecke des Baselink-Areals geschieht. Das Bachgraben-Areal erhält einen 40-Meter-Turm.

Auf dem «BaseLink»-Areal im Allschwiler Bachgrabengebiet entstehen ein halbes Dutzend neue Gebäude. Lange war nicht bekannt, was auf dem äussersten Zipfel des Neubaugebiets geschieht. Jüngste Pläne zeigen: Hier kommt unter anderem ein 40-Meter-Turm hin – entworfen von einem nicht ganz unbekannten Basler Architektenduo.

Grundeigentümerin der beiden ganz im Nordosten gelegenen «BaseLink»-Baufelder ist die JP Bach­graben AG. Dahinter stecken Jacques Herzog und Pierre de Meuron. Die beiden Architekten investieren in Allschwil privat – über die genannte J (Jacques) und P (Pierre) Bachgraben AG, domiziliert an der Rheinschanze 6 in Basel; dort ist der Hauptsitz des Büros Herzog & de Meuron.

Der Turm bildet den «städtebaulichen Auftakt zum neu entstehenden ‹BaseLink›-Areal›» – so steht es im kürzlich publizierten Planungs- und Begleitbericht zum Quartierplan Alba, der die zwei Neubauten umfasst. Das Eckhaus kommt vis-à-vis des Eingangs zum Gartenbad Bachgraben zu stehen, wenige Meter von der Grenze zu Basel entfernt. Das zweite Gebäude wird zwanzig Meter hoch.

Erdgeschoss soll als Treffpunkt dienen

Pierre de Meuron präzisiert gegenüber der bz: «Das 40 Meter hohe Haus wird zum markanten Punkt und zum Auftakt für das ganze Entwicklungsgebiet.» Im Erd- und im ersten Obergeschoss sollen die dort arbeitenden Menschen ein breites Angebot an Dienstleistungen und Waren für den täglichen Bedarf vorfinden, also Gastronomie, Food, Kinderbetreuung, Gesundheit, Finanzdienstleistungen, aber auch Duschen und Garderoben, gedeckte Veloparkplätze, eine Velowerkstatt und vieles anderes mehr.

«Dadurch wird das Erdgeschoss sehr lebendig, ist keine tote Ecke», schreibt de Meuron. Ebenso würden so die Wege kurz. Beide Gebäude könnten für Einzel- oder Grossraumbüros genutzt werden. Die laut Bericht «gestapelten Geschossplatten» lassen «variable Bespielungen» zu.

«Bauen auf dem Gebauten»

Eigentlich wären im Bachgrabengebiet höchstens 20 Meter hohe Gebäude zugelassen. «Wir erachten die maximalen Gebäudehöhen im geltenden Zonenplan als zu niedrig», schreibt Pierre de Meuron. Deshalb habe man sich auf dem eigenen Grundstück für 40 Meter eingesetzt – nach dem Motto: «Baue auf dem Gebauten und nicht auf der grünen Wiese.» Doch bei 40 Metern ist Schluss – wegen des nahen Euro-Airports.

In Allschwils Norden wird lediglich die geplante Aufstockung des Idorsia-Hauptsitzes ebenfalls 40 Meter hoch. Im «BaseLink»-Areal sind unter anderem ansonsten geplant oder im Bau: Das neue Tropeninstitut und das Grid-Gebäude, in das die Pharmafirma Basilea und die Universität Basel mit zwei Instituten einzieht.

Die öffentliche Mitwirkung zum Quartierplan Alba endet am 10. August. Bezogen werden sollen die zwei Gebäude 2023.

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