Landratsvorlage

Hochwasserschutz in Reigoldswil: 20,7 Millionen für Infrastrukturprojekte

Letztmals trat die Hintere Frenke in Reigoldswil 1997 über die Ufer.

Letztmals trat die Hintere Frenke in Reigoldswil 1997 über die Ufer.

Die Baselbieter Regierung will in Reigoldswil entlang der Hinteren Frenke den Hochwasserschutz verbessern und die Kantonsstrasse im Gebiet Unterbiel erneuern. Sie beantragt dem Landrat dafür einen Kredit von 20,7 Millionen Franken.

Die Kantonsstrasse in jenem Bereich sei in einem sehr schlechtem baulichen Zustand, begründete die Regierung den Kreditantrag in einer Mitteilung vom Mittwoch. Sie müsse dringend erneuert werden. Der Bau einer Kernfahrbahn mit Radstreifen auf beiden Seiten und einem durchgehenden Trottoir verbessere auch die Sicherheit von Velofahrern und Fussgängern.

Die Kosten für die Erneuerung der Kantonsstrasse sind gemäss Landratsvorlage auf 13 Millionen Franken veranschlagt. Weitere 7,7 Millionen Franken soll der Hochwasserschutz entlang der Hinteren Frenke kosten. Nötig seien die Massnahmen, weil das hintere Frenkental "mit guter Regelmässigkeit in jedem Jahrhundert zwei Hochwasser" erlebe, heisst es in der Regierungsmitteilung.

Letztmals trat die Hintere Frenke in Reigoldswil 1997 über die Ufer. Mehrere Gebäude entlang der Kantonsstrasse wurden überschwemmt. Um die ungenügende Abflusskapazität der Hinteren Frenke zu erhöhen, sollen die Bachsohle abgesenkte und der Abflussquerschnitt verbreitert werden.

Für die Hochwasserschutzmassnahmen muss der Kanton Baselland nicht vollständig selbst aufkommen. Bund und Anstösser werden gemäss der Vorlage voraussichtlich 3,53 Millionen Franken an das Projekt beisteuern. Die Bauarbeiten sollen 2020 in Angriff genommen und 2023 abgeschlossen werden.

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