In Allschwil hat eine Bäckerei jahrelang Reklamationen ausgelöst. Immer wieder wandten sich Anwohner an die Gemeinde, beklagten sich darüber, dass ein Betrieb die Luft verpeste. Quelle des Gestanks: zwei Holzöfen im Bachgraben-Gebiet.

Die Gemeinde liess die Emissionen messen – am Mittwochabend informierte der Gemeinderat den Einwohnerrat an dessen Sitzung über die Ergebnisse. Demnach konnten keine Grenzwert-Überschreitungen festgestellt werden. Auch eine Gesundheitsgefährdung war gemäss Gemeinderat ausgeschlossen.

Bäckerei legte einen Ofen still

Die Messreihen führte das Lufthygieneamt beider Basel durch, die erste bereits vor vier Jahren. Ermittelt wurde der Ausstoss von Feststoffen und von CO2. Zwischen den Messungen haben die Schadstoff-Emissionen jedoch abgenommen. Das hat laut Gemeinderat damit zu tun, dass der Betrieb auf die Beschwerden von Anwohnern und Interventionen der Gemeinde reagiert hat. So wurde unter anderem einer der beiden Holzöfen durch einen Elektro-Ofen ersetzt, ebenso wurde ein Kamin erhöht und das Feuerungsverfahren angepasst, sodass weniger Rauch entsteht.

Das Lufthygieneamt hat in den Sommermonaten auch Umfragen bei diversen Anwohnern durchgeführt. Diese füllten auch sogenannte Geruchsprotokolle aus. So sollte eruiert werden, wann es in welchen Gebieten stinkt.

Reklamationen seit 2011

Wie der Gemeinderat am Mittwoch mitteilte, habe die Zahl der Beschwerden seit einigen Monaten stark abgenommen. Man hoffe nun, dass das so bleibe. Bei Tiefdruck-Wetterlagen und bestimmten Windverhältnissen könne jedoch weiterhin nicht ausgeschlossen werden, dass Rauch und Gestank in die Wohngebiete dringe. Diese sind rund 400 Meter von der Backstube entfernt, diese hat ihren Standort gleich bei der Grenze zu Frankreich.
Die Bäckerei ist seit rund sieben Jahren im Bachgraben tätig. Schon 2011 registrierte die Gemeinde erste Meldungen über Geruchsbelästigungen. (bwi)