Neubau

Humanitas zügelt ins Niederholz

Idee für die Baukörper: So könnte es auf dem Areal dereinst aussehen.  zvg

Idee für die Baukörper: So könnte es auf dem Areal dereinst aussehen. zvg

Rund 90 neue Genossenschaftswohnungen werden in Riehen gebaut.

Das neue Alters- und Pflegeheim (APH) Humanitas mit 102 Heimplätzen soll auf einem Areal zwischen dem Rüchligweg und dem Kohlistieg in Riehen gebaut werden. Auf dem gleichen Gelände sind mehrere Liegenschaften mit rund 90 Genossenschaftswohnungen geplant. Dort standen bis Ende 2009 Notwohnungen.

Das Projekt wird von den Basler Architekturbüros Bachelard Wagner realisiert. Sie gingen als Sieger aus einem Studienauftrag hervor. Dieser wurde vom Kanton, dem APH Humanitas und der Gemeinde Riehen ausgelöst. Erwartet wurde ein Rahmenkonzept für eine Überbauung mit einer ins Gebiet passenden Freiraumgestaltung. Das Siegerprojekt sieht vor, das Pflegeheim gegenüber der S-Bahnhaltestelle Niederholz zu bauen, derweil die Genossenschaftswohnungen entlang dem Kohlistieg entstehen sollen.

In alter Umgebung bleiben

Zwar gibt es im Niederholzquartier schon viele Genossenschaftswohnungen, aber es fehlt ein Alters- und Pflegeheim. Mit dem Neubau, der in drei Jahren fertiggestellt sein wird, sollen die Quartierbewohner – es sind über 6000 Einwohner – künftig die Möglichkeit haben, den letzten Lebensabschnitt in der alten Umgebung zu verbringen. Das Areal ist mit dem öffentlichen Verkehr gut erreichbar, befindet es sich doch unmittelbar neben der S-Bahnstation Niederholz.

Das Areal gehört dem Kanton Basel-Stadt. Regierungsrätin Eva Herzog sagte vor den Medien, es werde im Baurecht Plus abgegeben. Für die Genossenschaftswohnungen sei ein partnerschaftlicher Baurechtsvertrag Plus vorgesehen; demnach bezahlt die Genossenschaft einen gestaffelten Zins und äufnet einen Erneuerungsfonds. Noch sei nicht klar, welche Genossenschaft die Neubauten erstellen werde, sagte Herzog weiter. Auch die Anzahl und die Grösse der neuen Wohnungen seien noch offen. Die Architekten haben lediglich eine Idee für die Baukörper geliefert. Die Wohnungen sollen mehrheitlich von Familien genutzt werden. Die Kosten für das APH werden auf 40 Millionen Franken geschätzt; etwa gleich viel dürften die Wohnbauten kosten.
Der Riehener Gemeinderat Daniel Albietz wies darauf hin, dass noch eine Zonenänderung und die Festlegung des Bebauungsplanes notwendig sind. Das Areal an der Inzlingerstrasse, auf dem das bisherige Gebäude des APH Humanitas steht, wird
voraussichtlich für neue Wohnungen und Einfamilienhäuser zur Verfügung gestellt, sagte Albietz weiter. Das alte Gebäude wird deshalb abgerissen.

Umzug sorgt für Gesprächsstoff

Stefanie Bollag, die Geschäftsführerin des APH Humanitas, verschwieg nicht, dass der Wegzug von der Inzlingerstrasse vielen Bewohnern schwer fällt. Der Umzug sei heute schon das Hauptthema der betagten Menschen. «Muss ich nochmals zügeln», fragten viele. Das bremse den Enthusiasmus und es sei ein Wermutstropfen.

Alle Eingaben des Studienauftrages können im Alters- und Pflegeheim Humanitas an der Inzlingerstrasse in Riehen besichtigt werden.

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