Birsfelden

Hundehalter bellen wegen höheren Gebühren

Birsfelderinnen und Birsfelder müssen für ihre Hunde künftig tiefer in die Tasche greifen. Foto: az-archiv

Birsfelderinnen und Birsfelder müssen für ihre Hunde künftig tiefer in die Tasche greifen. Foto: az-archiv

Eine überraschende Erhöhung der jährlichen Hundesteuer enerviert die Einwohner massiv.

Keine Freude hatten die Birsfelder Hundehalter, als die Rechnung für die diesjährige Hundesteuer ins Haus flatterte. Statt wie bisher 130 müssen sie neu 150 Franken pro Jahr und Hund berappen. Damit hat die Gemeinde vor den Toren Basels auch einen der höchsten Hundesteuer-Sätze in der Region.

Einer, der sich beim Öffnen des Couverts verwundert die Augen rieb, ist der Birsfelder Hundehotel-Besitzer Diego Persenico. «Das ist ein happiger Aufschlag», findet er, und hängt süffisant an: «Machen die Hunde jetzt plötzlich mehr Dreck in Birsfelden?» Er vermisst am Schreiben eine Angabe von Gründen, welche die Erhöhung notwendig gemacht haben – ansonsten, sagt er, vermutet er dahinter «eine Aufbesserung der Gemeindekasse auf Kosten der Hundehalter». Insbesondere stösst ihm und vielen befreundeten Hundehaltern sauer auf, dass die Gemeinde die Hundehalter im Voraus nicht informiert habe.

Auf der Gemeinde bestätigt man, dass die Erhöhung der Hundesteuer ein paar Reaktionen ausgelöst hat. Rund zehn Anfragen sind per Telefon und am Schalter eingegangen. Doch der Vorwurf, man habe die neue Gebühr nicht angekündigt, sei falsch, sagt Samir Stroh, der Co-Gemeindeverwalter ad interim. «Der Gemeinderat hat die Erhöhung im Mai 2010 beschlossen und im Juni im ‹Birsfelder Anzeiger› publiziert», erklärt er. Dass die diesjährige Rechnung erst Mitte Jahr – und damit ein Jahr nach dem Entscheid – verschickt wurde, habe EDV-technische Gründe. Stroh führt aus, dass die Erhöhung auch keineswegs gegen die Hundehalter gerichtet sei: «Wir haben verschiedene Gebühren angepasst, unter anderem etwa auch jene für das Familiennachzug-Gesuch.»

In Birsfelden sind derzeit 249 Hunde gemeldet. Mit dem neuen Hundesteuer-Ansatz fliessen somit knapp 5000 Franken mehr in die Kasse. Angesichts der fehlenden Millionen kein grosser Betrag.

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