Öffentlicher Verkehr

Ignoriert Kanton mit dem Schüler-Taxi einen Landratsbeschluss?

Der 91er-Bus zwischen Reigoldswil und Oberdorf soll durch ein Taxi ersetzt werden.

Der 91er-Bus zwischen Reigoldswil und Oberdorf soll durch ein Taxi ersetzt werden.

Dass die Regierung im öV-Fahrplan 2018 den Bus 91 zwischen Oberdorf und Reigoldswil durch ein Taxi ersetzen will, das zwangsverschobene Schüler transportiert sorgt für weiteren Wirbel.

Mitglieder der Bau- und Planungskommission (BPK) zweifeln, ob diese Angebotsreduktion dem Ende März vom Landrat beschlossenen 8. Generellen öV-Leistungsauftrag 2018–21 (GLA) entspricht, wie sie auf Anfrage sagen.

So hält etwa der Gelterkinder SP-Landrat Martin Rüegg fest, dass im 8. GLA die Linie 91 zwischen Bretzwil und Reigoldswil 13 Kurspaare aufweist und zwischen Reigoldswil und Waldenburg das Grundangebot von 9 Kurspaaren. Die Taxis zwischen Reigoldswil und Oberdorf sollen aber nur noch dreimal täglich hin und dreimal zurückfahren. Und Waldenburg würde komplett vom 91er abgehängt.

«Auch das öV-Dekret hält fest, dass es überall mindestens 9 Kurspaare braucht», sagt Rüegg. Verkehrsplaner Dominic Wyler vom Kanton sagt hingegen: «Entscheidend sind laut Dekret nicht einheitliche Linien, sondern dass jede Gemeinde von mindestens einer Linie mit mindestens 9 Kurspaaren erschlossen ist – auf gewissen Linien bedienen einzelne Kurse nur einen Teilabschnitt.»

Auch seien alternative Betriebsformen wie Taxis erlaubt. BPK-Präsident Hannes Schweizer (SP) möchte es trotzdem an der nächsten BPK-Sitzung vom 22. Juni nochmals besprechen. Die Vernehmlassung zum Fahrplan 2018 läuft am 18. Juni ab. (mn)

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