Park im Grünen

Im Restaurant Seegarten herrscht dicke Luft wegen defekter Lüftung

In der Kinderspielecke ist der Rauchgeruch stinkt es besonders nach Rauch.Juri Junkov

In der Kinderspielecke ist der Rauchgeruch stinkt es besonders nach Rauch.Juri Junkov

Eine alte Lüftung verärgert im Restaurant Seegarten im Park im Grünen die Gäste. Denn auch Gäste im Nichtraucherbereich stinken nach kaltem Zigarettenqualm. Besitzerin Migros verspricht Besserung.

Daniela Stolz ist verärgert: Nach einem Nachmittag mit ihrem 16 Monate alten Sohn im Restaurant Seegarten im Park im Grünen (Grün 80) stinken ihre Kleider nach Zigarettenrauch, obwohl sie sich nur im Nichtraucherbereich aufhielt. «Besonders in der Kinderspielecke stinkt es», bemerkte sie schon am vergangenen Montag.

Auch Kolleginnen der 34-jährigen Dornacherin hätten ihr von ähnlichen Erfahrungen berichtet. Die Situation mit der Kinderspielecke ist zwar besser als früher, als sich diese noch im Raucherbereich befand, doch befriedigend ist sie aktuell nicht. Auch ein älteres Ehepaar störte sich am Gestank und wechselte den Platz.

Lüftungsanlage defekt

Das Restaurant ist auch bei diesen Minustemperaturen ein beliebtes Ausflugsziel. Die Genossenschaft Migros Basel finanziert die Naherholungszone mitsamt dem Restaurant seit über 30 Jahren über das Kulturprozent. Viele schätzen auch den Nichtraucherbereich im Restaurant. Die Migros gehörte zu den ersten, die Restaurants mit Nichtraucherbereichen anbot. So auch im Park im Grünen. Nun scheint jedoch die Lüftung im Selbstbedienungsrestaurant Sorgen zu bereiten, denn wenn das Raucherabteil gut besetzt ist oder eine Person an der Wand zum angrenzenden Raum qualmt, stinkt es im Nichtraucherbereich nach Zigaretten.

Dieter Wullschleger, Kommunikationschef der Migros Basel, stellt fest: «Da wir im Restaurant Seegarten noch nie solche Reklamationen hatten, klärten wir die Sachlage umgehend ab. Unsere Techniker stellten dabei fest, dass die Lüftungsanlage seit Tagen nicht mehr richtig gearbeitet hat.» Ob der Grund dieses Fehlers mit der Kälte zu tun hat, oder ob eine Fehlmanipulation während des grossen Küchenumbaus bei geschlossenem Betrieb von vor zwei Wochen Ursache war, sei noch nicht bekannt.

«In jedem Fall sind die Profis zurzeit daran, den Fehler an der in die Jahre gekommenen Anlage zu beheben, damit alles wieder einwandfrei funktioniert.» Speziell wichtig sind dabei unterschiedliche Druckverhältnisse in beiden Raumabteilen, denn diese Druckdifferenzen verhindern, dass Rauch von einem in den anderen Raum entweichen kann. In den letzten Tagen hat sich die Situation gebessert.

Unter der Schiebetüre durch

Dieser Luftaustausch ist möglich, weil der Nichtraucherbereich nur durch eine Schiebetüre vom Raucherbereich getrennt ist. Diese ist zwar sehr massiv, doch nicht völlig dicht. «Schlimmer wird’s, wenn die Schiebetüre von jemandem, der vom einen Bereich in den anderen wechselt, geöffnet wird», sagt Daniela Stolz. Wullschleger bestätigt denn auch, dass eine Sanierung der Lüftung im Sommer schon lange geplant sei: « Umso mehr ärgert es auch uns, dass diese zum sehr ungünstigen Zeitpunkt ausgestiegen ist. Für allfällige Unannehmlichkeiten entschuldigen wir uns.»

Platzaufteilung machts schlimmer

Ein zusätzliches Problem ist die Platzaufteilung in den beiden Räumen. Nachmittags, wenn vor allem Familien und ältere Gäste ins Restaurant kommen, ist der Nichtraucherbereich um einiges stärker belegt als das Fumoir. Dann kann es vorkommen, dass kaum freie Plätze bei den Nichtrauchern zu finden sind. Nur morgens, wenn die Arbeiter zum «Znüni» kommen oder an Tagen wie gestern, wenn Marschübungen der Cliquen und Guggenmusiken im Park angesagt sind, ist der Raucherbereich stark belegt. Wenn dann die Wetterverhältnisse wie jetzt die Belegung der Terrasse nicht zulassen und die Lüftung funktioniert nicht richtig, herrscht buchstäblich dicke Luft.

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