Corona

In Basel werden die Beizen geschlossen, im Baselbiet nicht: Land-Regierung will Massnahmen nicht weiter verschärfen

Eine Ausgangsmeile wie in Basel gibt es im Baselbiet nicht: Auch deshalb will der Regierungsrat die Massnahmen derzeit nicht verschärfen.

Eine Ausgangsmeile wie in Basel gibt es im Baselbiet nicht: Auch deshalb will der Regierungsrat die Massnahmen derzeit nicht verschärfen.

Es geht weiter mit dem Massnahmen-Wildwuchs in den beiden Basel. Bei der in der Stadt angeordneten Schliessung der Restaurants zieht das Land nicht mit. Die Baselbieter Regierung setzt vorerst auf Sensibilisierung und Kontrolle bereits getroffener Massnahmen wie die Maskenpflicht in Innenräumen.

Der Kanton Basel-Stadt verschärft die Corona-Massnahmen. Unter anderem sind ab Montag 23. November in der Stadt die Restaurants und Bars geschlossen. Nicht so in Baselland. Hier sieht die Regierung derzeit von weiteren, kurzzeitigen Verschärfungen ab, wie Regierungssprecher Nic Kaufmann auf Anfrage der bz betont. Dass die beiden Basel punkto Corona-Massnahmen einmal nicht mehr am selben Strick ziehen, löst Kritik aus: "Einmal mehr macht das Virus an der Kantonsgrenze halt", schreibt der Muttenzer SP-Landrat Roman Brunner auf dem Kurznachrichtendienst Twitter.

Fallzahlen in Baselland seit über zwei Wochen stabil

"Die Ausgangslage zwischen der Stadt und der Landschaft lässt sich nicht ganz vergleichen", betont Kaufmann. So gebe es im Baselbiet etwa keine Ausgehmeile wie die Basler Steinenvorstadt mit entsprechenden Menschenansammlungen. Auch aus epidemiologischer Sicht besteht für die Regierung - Stand heute- vorerst kein dringender Handlungsbedarf. Die Zahl der Ansteckungen über die vergangenen zwei Wochen (14-Tage-Inzidenz) ist im Baselbiet seit dem 4. November stabil. Im schweizweiten Vergleich liegt Baselland bei den Infektionen unter dem Durchschnitt der Kantone. "Für die Regierung ist aber klar: Die Ansteckungszahlen sind zu hoch und müssen runter", betont Kaufmann.

Maskenpflicht ist im Baselbiet schärfer als in Basel

Bevor nun aber weitere Massnahmen ergriffen werden, will man im Baselbiet nun zuerst die Wirkung der jüngst getroffenen abwarten: So hat der Landkanton am 10. November eine konsequente Maskenpflicht in Innenräumen von Betrieben und öffentlichen Gebäuden beschlossen und ist in diesem Punkt weiter gegangen als Basel-Stadt. Ebenfalls wurden damals eine Sperrstunde für Verkaufsgeschäfte sowie Einschränkungen für den Vereinssport beschlossen. Die Regierung will die Informations- und Kontrolltätigkeit intensivieren. "Die Bevölkerung muss die bereits getroffenen Massnahmen noch besser einhalten", sagt Kaufmann.

Es sei unschön, dass die Massnahmen zwischen Stadt und Land nicht synchron laufen. Das habe es aber seit Ausbruch der Pandemie immer wieder gegeben. Mal preschte die Stadt mit neuen Massnahmen vor, mal wiederum das Land. Die Baselbieter Regierung sei über die jüngsten Schritte der Stadt informiert gewesen. "Die beiden Kantone tauschen sich über Corona regelmässig aus - zudem findet auch eine Koordination mit den anderen Kantonen der Nordwestschweiz statt", betont Kaufmann. 

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