Forderung

In Münchenstein verrotten die Sportanlagen

Die Fussballanlagen Au entspricht laut der IG nicht den heutigen Ansprüchen.

Die Fussballanlagen Au entspricht laut der IG nicht den heutigen Ansprüchen.

Politiker und Vereine fordern Investitionen in die Sport- und Freizeitanlagen von Münchenstein.

Die Situation sei teilweise prekär, der Handlungsbedarf dringend. Dies schreibt die IG «attraktive Sport- und Freizeitanlagen» in einem Antrag, mit dem sie in den kommenden Jahren Investitionen in die Sport- und Freizeitinfrastruktur Münchensteins fordert. Die Interessensgemeinschaft wurde von verschiedener Seite her kontaktiert, da die Sport- und Freizeitanlagen zum Teil bezüglich Menge und Qualität nicht den heutigen Ansprüchen genügen würden.

Als Beispiel nennt die IG die beiden Fussballanlagen Au und Welschmatt und die Spielplätze, ausgenommen den zwei Neuen, Lange Heid und Löffelmatt. Bei den Fussballanlagen stünden für den Trainings- und Spielbetrieb zu wenig nutzbare Flächen zur Verfügung. Die Anlagen seien zudem in einem schlechten Zustand und entsprächen zum Teil nicht mehr den Vorschriften des Fussballverbandes. «Sie müssen bei nasser Witterung im Verhältnis zu anderen Fussballplätzen in der Region oft gesperrt werden, was zu Trainings- und Spielausfällen führt.» Ein Kunstrasenfeld existiert in Münchenstein nicht. «Die Investitionen beschränken sich jeweils auf den Ersatz von Spielgeräten, welche den Sicherheitsbestimmungen nicht mehr entsprechen.»

Grundlage für weitere Investitionen

Um der Probleme Herr zu werden, soll die Gemeinde ein Freizeit- und Sportanlagenkonzept mit Handlungsempfehlungen erstellen, welches die Grundlage für weitere Investitionen bildet. Die verschiedenen Anspruchsgruppen der Anlagen sollen dabei angehört und ihre Bedürfnisse ermittelt werden. «Der erwartete Zunahme der Wohnbevölkerung muss Rechnung getragen werden», schreibt die IG. Zudem soll der Gemeinderat bei Nachbargemeinden vorstellig werden und anfragen, ob kurzfristig Trainings- und Spielflächen für die Fussballclubs angemietet werden können. Auch sollen Massnahmen evaluiert werden, die bereits kurzfristig Wirkung erzielen. Über den Antrag wird an der kommenden Gemeindeversammlung diskutiert.

IG-Sprecher Philipp Moser reichte bereits an der vergangenen Versammlung mehrere Fragen zum Thema ein. Gemeinderat René Nusch nahm dazu am Donnerstag Stellung. Die Rasenqualität sei «gut», widersprach er den Darstellungen der IG. «Aber nicht beliebig bespielbar, weil es eben ein Naturrasen ist.» Nusch gab zu, dass die Situation der Fussballplätze nicht ideal ist. Der Fussballplatz Welschmatt 1 hat kein Kunstlicht und ist nur für 4.-Liga-Spiele geeignet, da die Abmessung für Partien in höheren Ligen nicht gegeben ist. Welschmatt 2 ist für 11er-Mannschaften nicht regelkonform, kann nur für Trainings und für Juniorenspiele genutzt werden. Die Prüfung eines weiteren Fussballfelds sei im Gang, so Nusch.

Reiche Gemeinde

Die Jahresrechnung 2018 der Gemeinde Münchenstein schliesst mit einem Überschuss von gut 1,7 Millionen Franken. Das Eigenkapital wächst dadurch auf 81 Millionen Franken an, was pro Einwohner fast 6700 Franken ausmacht. Die Steuereinnahmen nahmen im Vergleich zum Vorjahr um über 3,5 Millionen Franken zu und lagen damit auch über Budget.

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