Corona-Massnahmen

Kanton Baselland verschärft die Maskenpflicht in Innenräumen

Bereits ab Mittwoch, 11. November, gilt in Innenräumen von Betrieben eine konsequente Maskenpflicht. (Symbolbild)

Bereits ab Mittwoch, 11. November, gilt in Innenräumen von Betrieben eine konsequente Maskenpflicht. (Symbolbild)

Die Baselbieter Regierung hat im Kampf gegen das Coronavirus die vom Bund erlassenen Massnahmen leicht verschärft und konkretisiert: Neben der konsequenten Maskenpflicht in Betrieben müssen sämtliche Geschäfte, die Speisen und Getränke zum Mitnehmen verkaufen, zwischen 23 und 6 Uhr geschlossen haben.

Zwar ist im Baselbiet die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus seit Tagen stabil. Die Hospitalisierungen nehmen indes weiter zu, die Situation in den Spitälern hat sich verschärft. Vor diesem Hintergrund hat die Baselbieter Regierung am Dienstag eine Verschärfung der vom Bund erlassenen Coronamassnahmen beschlossen. Die wohl wichtigste: Bereits ab Mittwoch, 11. November, gilt in Innenräumen von Betrieben eine konsequente Maskenpflicht. Bisher mussten im Baselbiet gemäss Bundesregel in Innenräumen keine Masken getragen werden, wenn der Mindestabstand eingehalten werden kann. Die Ausnahmen sind künftig enger gefasst; in Einzelbüros gilt weiterhin keine Maskenpflicht. Baselland ist bei der Maskenpflicht in Innenräumen demnach relativ streng; anderseits hat sich die Regierung dezidiert gegen eine generelle Maskenpflicht im Freien ausgesprochen. 

Corona-Partys mit Getränke-Verkaufsverboten verhindern

Angezogen wird das Regime im Baselbiet auch im Bereich des Verkaufs von Getränken und Speisen: Die vom Bund verordnete Schliessung von Restaurants und Bars zwischen 23 und 6 Uhr dehnt der Kanton auf sämtliche Betriebe aus, also auch auf Tankstellenshops und dergleichen. Mit dieser Massnahme sollen Corona-Partys im Freien oder privaten Rahmen bekämpft werden.

Drittens verschärft die Regierung die Regeln für den Jugendsport. Dies, um eine Angleichung an den Schulsport zu erreichen. Zudem seien dort viele Ansteckungen festgestellt worden, sagt Regierungssprecher Nic Kaufmann. Auf Bundesebene gelten verschärfte Bestimmungen beim Sport für Jugendliche ab 16, im Baselbiet neu hingegen ab 12 Jahren. Ab diesem Alter sind neu Sportaktivitäten in Gruppen bis zu 15 Personen in Innenräumen nur noch erlaubt, wenn eine Gesichtsmaske getragen und der Mindestabstand eingehalten wird. Im Freien gilt: Entweder Maske tragen oder Mindestabstand halten. Sport mit Körperköntakten ist nicht erlaubt. Für Kinder unter 12 Jahren gibts, abgesehen von einem Wettkampfverbot, keine Einschränkungen.

Klare Geltungsdauer: Massnahmen gelten bis 10. Januar 2021

Im Gegensatz zu den Bundesregeln haben jene im Baselbiet eine vorgegebene Gültigkeitsdauer. Sie gelten für die kommenden zwei Monate, also bis am 10. Januar 2021. «Für die Regierung war wichtig, Massnahmen zu beschliessen, die verstanden werden, umsetzbar sind und – wenn nötig – auch über einen längeren Zeitraum gelten können», sagt Kaufmann. Verstösse werden mit Bussen geahndet. Im Falle neuer Bundesregeln würden jene im Baselbiet wie bereits in der Vergangenheit obsolet. Der Nachbarkanton Basel-Stadt hat vorerst keine weiteren Verschärfungen beschlossen. Das hat in Einzelfällen kuriose Auswirkungen: Die Sitzungen der Baselbieter Regierung in Liestal werden künftig mit Maskenpflicht abgehalten. Für die Sitzungen des Baselbieter Landrates, der coronabedingt seit Monaten im Congress Center Basel tagt, gilt diese Pflicht zumindest gemäss heutigem Stand nicht.

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