Feldreben

Kanton ist sich mit Asylzentrum-Einsprechern einig

Ob das Asylzentrum Feldreben bereits im August in Betrieb genommen werden kann, ist noch immer unklar.

Ob das Asylzentrum Feldreben bereits im August in Betrieb genommen werden kann, ist noch immer unklar.

Die Sicherheitsbedürfnisse der umliegenden Unternehmen sind laut Asylkoordinator Rolf Rossi nun erfüllt. Die drei restlichen Einsprachen gegen das Asylzentrum Feldreben wird allerdings das Bauinspektorat beurteilen müssen.

Rolf Rossi hat nicht zu viel versprochen, als er in der bz sagte, wohl «in den nächsten Tagen eine Einigung zu erzielen». Nur einen Tag später spricht der Baselbieter Asylkoordinator von nichts weniger als einem «Meilenstein» in den Verhandlungen mit den gewichtigsten Einsprechern gegen das geplante Bundesasylzentrum auf dem Muttenzer Feldreben-Areal. Es sind dies sechs umliegende Unternehmen sowie ein Landbesitzer. «Die Gespräche liefen sehr gut und wir konnten uns einigen», sagt Rossi zur bz.

Zwar dürfe er inhaltlich noch nicht konkreter werden, doch das Resultat stimme für beide Seiten: «Ihre Sicherheitsbedürfnisse werden nun erfüllt.» Auch wenn Rossi es nicht weiter kommentieren will, kann dies fast nur bedeuten, dass der Kanton der zentralen Forderung der Unternehmen entsprochen und auch für die Nachtstunden einen Wachdienst ausserhalb des Asylzentrum-Areals patrouillieren lässt.

Nicht alle Einsprachen vom Tisch

Vor allem für die nachts arbeitenden Angestellten der Rennbahnklinik dürfte dies eine Erleichterung sein. Geschäftsleitungsmitglied Frank Denzler hält sich trotz der Aussage Rossis allerdings weiter bedeckt und sagt nur: «Aus unserer Sicht gibt es noch keine Neuigkeiten.» Es ist anzunehmen, dass die Unternehmen abwarten wollen, bis alles wirklich unter Dach und Fach ist, ehe sie sich äussern und die Sammeleinsprache zurückziehen.

Laut Rossi braucht es dafür noch einen offiziellen Regierungsbeschluss. Wegen der Ferien wird dies auf dem Zirkulationsweg geschehen müssen, sprich: Der Beschluss wird den fünf Regierungsräten zur Unterschrift zugeschickt. Dies dauere gut eine Woche. «Erst dann ist es hieb- und stichfest», sagt Rossi.

Allerdings: Die drei restlichen Einsprachen wird das Bauinspektorat beurteilen müssen. Hier haben die Gespräche laut Rossi nicht zu einem Rückzug geführt. Er ist aber zuversichtlich, dass diese Einsprecher das Urteil des Bauinspektorats akzeptieren und es nicht an die nächsten Instanzen weiterziehen. Nur dann liegt eine Inbetriebnahme des Asylzentrums noch im August drin. Dies wäre auch ganz im Sinne des Bundes. Auf Anfrage betont das Staatssekretariat für Migration, dass «eine baldige Inbetriebnahme wichtig wäre». (mn)

Meistgesehen

Artboard 1