Schulraumplanung

Kanton will Gym Muttenz doch nicht schliessen

Das Gymnasium Muttenz.

Das Gymnasium Muttenz.

Lange befand sich die Zukunft des Gymnasiums Muttenz in der Schwebe.

Die Baselbieter Bildungsdirektorin Monica Gschwind (FDP) spielte mit dem Gedanken, in Muttenz stattdessen die vier Fachmittelschulen zu zentralisieren. Das wird nicht geschehen. «Alle bestehenden Standorte von Gymnasien und Fachmittelschulen (FMS) werden beibehalten», teilte die Baselbieter Regierung gestern mit. Sie habe verschiedene Szenarien durchgespielt, hält jetzt aber an den fünf Gymnasien in Muttenz, Münchenstein, Oberwil, Laufen und Liestal fest. Ausser in Laufen werden an allen Gym-Standorten auch Fachmittelschulen geführt.

Die Mittelschulen stünden jedoch vor «räumlichen und organisatorischen Herausforderungen». Namentlich in Liestal und Oberwil herrschten «sehr enge Raumverhältnisse», die sich noch verschärfen. Einerseits wegen des erwarteten Bevölkerungswachstums, aber auch, weil ab dem Schuljahr 2028/29 «grundsätzlich alle Jugendlichen im Bildungsraum Nordwestschweiz, die eine weiterführende Schule besuchen, diese in ihrem Wohnsitzkanton absolvieren sollen.» In Muttenz sind bereits Massnahmen beschlossen, nun will die Regierung auch die Standorte Liestal und Oberwil vergrössern.

Um bis dahin möglichst gut planen zu können, sistiert der Regierungsrat die Schulwahlfreiheit komplett, und zwar ab dem Schuljahr 2021/22. Er verspricht jedoch, bei Zuweisungen von Jugendlichen möglichst pragmatisch vorzugehen.

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