Kommentar

Kantone müssen verlässlich bleiben

Die Zahlen steigen - auch in den beiden Basel.

Die Zahlen steigen - auch in den beiden Basel.

Die Coronazahlen steigen, und damit nehmen auch die Sorgen und Ängste in der Bevölkerung zu. Auf Social Media und in Online-Kommentaren wird nach einer Verschärfung der Massnahmen gerufen. Auch in den beiden Basel, die bisher in den Corona-Statistiken gut dastehen. Denn auch hier zeigt die Tendenz der letzten Tage: Die Infektionen nehmen wieder zu, und zwar relativ stark.

Allerdings ziehen die Nordwestschweizer Kantone erst eine Verschärfung in Erwägung, wenn der Grenzwert von 40 Infektionen pro 100000 Einwohner in zwei Wochen erreicht ist. Konkret: Im Baselbiet müssten zwei Wochen lang täglich 8,2 Ansteckungen registriert werden, in der Stadt 5,8. Seit Anfang Woche liegen die Fälle weit über diesen Werten.

Weshalb nicht jetzt handeln, wenn das vermutlich Unvermeidbare auf uns zukommt? Weshalb nicht sofort im Baselbiet die Maskenpflicht einführen, in beiden Kantonen Partylokale schliessen und Fussballspiele wieder ohne Publikum durchführen? Das wäre der falsche Weg. Die politischen Entscheidungsträger haben die erwähnten Eckwerte abgesteckt – nach bestem Wissen und Gewissen sowie mithilfe von Experten. Diese gilt es nun einzuhalten. Steigt die Politik auf Stimmungslagen der Bevölkerung ein und wechselt in den Alarmmodus, wirkt dies willkürlich und sorgt für Verunsicherung. In Krisenzeiten ist es zentral, dass die Regierungen verlässlich bleiben und faktenbasierte Entscheidungen treffen.

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