Standortwechsel

Kantonshauptstadt Liestal schnappt sich die Berufsschau

Marktplatz der Berufsbildung: Dieses Jahr kamen 40 000 Besucher.

Marktplatz der Berufsbildung: Dieses Jahr kamen 40 000 Besucher.

Seit 2003 fand die Berufsschau der Wirtschaftskammer alle zwei Jahre in Pratteln statt. Doch nun kommt die Kantonshauptstadt zum Handkuss.

Sie ist eine der grössten Veranstaltungen im Baselbiet, die alle zwei Jahre stattfindende Berufsschau. Bei der jüngsten Ausgabe Ende Oktober kamen rund 40000 Jugendliche, die sich eine Woche lang bei 190 Ausstellern aus 30 Branchen über ihre beruflichen Laufbahnmöglichkeiten erkundigen konnten. Für Baselbieter Schulklassen der Abschlussjahrgänge gehört der «Marktplatz der Berufsbildung» zum Pflichtprogramm.

Seit ihrer ersten Ausgabe 2003 fand die Berufsschau stets im Kultur- und Sportzentrum Pratteln statt. Doch damit ist vorerst Schluss. Die nächste Ausgabe wird vom 23. bis 27.Oktober 2013 in und um die Liestaler Sporthalle Frenkenbündten abgehalten. Einen entsprechen Antrag segnete der Liestaler Stadtrat am Dienstag ab.

Rückkehr nicht ausgeschlossen

Stadtpräsidentin Regula Gysin legt Wert darauf, dass nicht etwa Liestal die Berufsschau Pratteln abgejagt hätte, sondern dass die Organisatoren der Wirtschaftskammer Baselland von sich aus auf Liestal zugekommen sind. Geschäftsleitungsmitglied Urs Berger bestätigt dies: «Uns schwebte schon lange eine Rochade des Standorts vor.» Aufgrund des früher gezeigten Interesses fiel die Wahl schliesslich auf die Kantonshauptstadt. «Das soll kein Schritt gegen Pratteln sein», erklärt Berger, «uns hat stets eine partnerschaftliche Beziehung verbunden».

Aber die hohe Auslastung der Kuspo, die alle zwei Jahre vier Wochen lang wegen der Berufsschau für Schulen und Vereine blockiert blieb, hätten für den Standortwechsel gesprochen. «Es ist nicht ausgeschlossen, dass wir im Sinne der Rochade nach 2013 wieder nach Pratteln zurückkehren.» Auch andere Baselbieter Gemeinden bewerben sich immer wieder um die Grossveranstaltung.

Dieses Problem, die Schulen und Vereine nach den Herbstferien 2013 aus der Frenkenbündten-Halle auszuquartieren, liegt nun bei der Stadt Liestal. Stadtpräsidentin Gysin nimmt diese Herausforderung gerne an, da sie mit der Ausrichtung der Berufsschau 2013 ein Zeichen setzen möchte: «Ich verstehe unser Engagement als Teil unserer Vorwärtsstrategie, Liestal noch stärker als Kantonshauptstadt zu positionieren. Wir können nicht immer nur jammern, aber nichts dafür tun.»

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