Pastoralkonferenz

Katholiken-Knatsch: Seelsorgende fordern Rücknahme der Kündigung

Der Konflikt um die Kündigung der Fachstelle Katholisch BL.BS geht weiter.

Der Konflikt um die Kündigung der Fachstelle Katholisch BL.BS geht weiter.

Nichts Geringeres als ihre eigene Sistierung stand am Mittwoch auf der Traktandenliste der Pastoralkonferenz. Sie wurde von den Seelsorgenden allerdings abgelehnt. Die Botschaft an den Landeskirchenrat war trotzdem deutlich.

Die Baselbieter Pastoralkonferenz, der Zusammenschluss aller katholischer Seelsorgenden im Kanton, soll doch nicht sistiert werden. Der entsprechende Antrag des Vorstands wurde an der Versammlung am Mittwoch nach engagierter Debatte deutlich abgelehnt, wie aus Kreisen der Pastoralkonferenz zu erfahren ist.

Der Vorstand soll vorläufig trotzdem nicht neu besetzt, sondern aushilfsweise bis auf weiteres durch fünf Freiwillige geführt werden. Der eigentlich 13-köpfige Vorstand weist nach diversen Rücktritten im Zusammenhang mit dem Konflikt mit der Landeskirche zurzeit acht Vakanzen auf – inklusive Präsidium.

Ausgelöst hatte den Streit mit der Landeskirche deren Kündigung der bikantonalen Fachstelle Katholisch BL.BS. Mit 28:2 Stimmen sprachen sich die Seelsorgenden am Mittwoch dafür aus, vom Landeskirchenrat eine Rücknahme dieser Kündigung zu fordern. Mehrere Voten forderten zudem den Rücktritt von Landeskirchenpräsident Ivo Corvini. Die Pastoralkonferenz hat für Donnerstag eine ausführliche Medienmitteilung angekündigt.

Autor

Julia Gohl

Julia Gohl

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