Die Buslinien im Baselbiet werden nicht ausgeschrieben. Der Kanton und die beiden Transportunternehmen AutoBus AG Liestal (AAGL) und Baselland Transport AG (BLT) haben sich auf Zielvereinbarungen geeinigt.

Der Unterzeichnung dieser Zielvereinbarungen seien lange und intensive Verhandlungen vorausgegangen, teilte die Baselbieter Bau- und Umweltschutzdirektion (BUD) am Freitag mit. Die Vereinbarungen betreffen zehn AAGL- und acht BLT-Buslinien im Oberbaselbiet und acht Linien der BLT in der Agglomeration Basel. Sie gelten von 2020 bis 2023.

Einsparungen ab 2020

Nach BUD-Angaben führen die Zielvereinbarungen ab dem kommenden Jahr zu Kosteneinsparungen. Über deren Höhe wurde jedoch gemäss Communiqué Stillschweigen vereinbart.

2017 war die Regierung für die 18 Buslinien im Oberbaselbiet noch von einem Sparpotential von zwei Millionen Franken ausgegangen. Erreicht werden sollte die Einsparungen durch eine Kooperation oder die Fusion von AAGL und BLT. Im Februar korrigierte die Regierung die Sparvorgabe nach unten, ohne sie jedoch zu beziffern.

Klar ist nach Angaben der BUD, dass die mit den Zielvereinbarungen verbundenen Einsparungen durch Effizienzsteigerungen erreicht werden müssen. Damit sie sie nicht auf Kosten der Qualität gehen, erhalten die Vereinbarungen auch Ziele zur Kundenzufriedenheit und zur Angebotsqualität.

Ursprünglich hatte die Baselbieter Regierung die Buslinien ausschreiben wollen. Ende Januar reichte sie beim Bundesamt für Verkehr die Ausschreibungsplanung ein. Diese Ausschreibung sei mit der Unterzeichnung der Zielvereinbarungen nun hinfällig geworden, hält die BUD fest. Zum Thema werde die Ausschreibung erst wieder im Fall, dass die Transportunternehmen ihre Zielvorgaben nicht erreichen.