Baustelle

Klagen wegen Lärmbelastung und Staub: Sek-Neubau sorgt für Nebengeräusche

In Laufen entsteht eine neue Sekundarschule. Die Bauarbeiten verärgern einige Anwohner.

In Laufen entsteht eine neue Sekundarschule. Die Bauarbeiten verärgern einige Anwohner.

In Laufen befindet sich derzeit eine der grössten Baustellen des Baselbiets. Der Kanton lässt sich den Neubau der Sekundarschule rund 40 Millionen Franken kosten. Die Arbeiten sind in vollen Gang – und sorgen bei einigen Anwohnern für schlechte Stimmung.

Aufgrund von Verzögerungen ist man mit dem Bauprojekt in Verzug. Mehrere starke Regenfälle verursachten Wasserschäden. Nichtsdestotrotz hält der Kanton Baselland an seinem Fahrplan fest: Im zweiten Quartal des Jahres 2020 sollen die Einweihungsfeierlichkeiten des Neubaus stattfinden. Damit die Zeit reicht, beginnen die Arbeiten am Morgen früh und finden auch am Samstag statt.

Ursula Ammann, die rund 200 Meter von der Baustelle entfernt wohnt, wurde morgens schon einige Male vom Baulärm aus den Federn gerissen. «Wegen eines Unfalls konnte ich morgens länger im Bett bleiben. An Schlaf war jedoch nicht mehr zu denken, nachdem ich vor 7 Uhr vom Lärm geweckt worden war.» Dass an Samstagen selbst am Nachmittag gebaut wird, stört sie. Gleichwohl betont sie, dass damit wohl die Zeit, die verloren ging, aufgeholt werden soll. «Einmal hätte ich die Bauarbeiter an einem Samstag fast gefragt, weshalb sie arbeiten müssen.»

«Ich war sauer auf den Kanton Baselland»

Statt wie bisher in sechs verschiedenen Gebäuden werden die Schülerinnen und Schüler im Sek-Neubau unter einem Dach unterrichtet. Die bestehenden Liegenschaften mussten nach und nach weichen. Im Juli wurde die Turnhalle, in der die Sek-Schüler den Sportunterricht absolvierten, dem Erdboden gleichgemacht.

«Den Abriss der Turnhalle empfand ich als schlimm», erzählt eine andere Anwohnerin. Ihr Haus befindet sich nur wenige Meter neben der Grossbaustelle. Der ganze Dreck sei zu ihr rübergeweht worden. «Eine Staubwolke hat unser Haus eingehüllt.» Sie habe danach die Fenster gründlich putzen müssen. «Ich war sauer auf den Kanton Baselland», sagt sie. Ein Mitarbeiter, der sich die Schäden vor Ort anschaute, habe diese als nicht schlimm empfunden.
Beim Kanton betont man, nach der Meldung der Anwohnerin umgehend weitere Staubschutzmassnahmen veranlasst zu haben. «Von Staubschäden haben wir keine Kenntnis», sagt Katja Jutzi, Generalsekretärin der Baselbieter Bau- und Umweltschutzdirektion (BUD). Man habe mit der betroffenen Person Kontakt aufgenommen und sie habe sich herzlich für das Eingreifen bedankt.

Die Generalsekretärin der BUD erklärt, dass sich die vereinbarten Arbeitszeiten nach den Baulärmrichtlinien des Bundes richten würden. «Gearbeitet wird normalerweise von Montag bis Freitag zwischen 7 und 12 und von 13 bis 17 Uhr, ausnahmsweise auch mal bis 19 Uhr oder samstags.» Die Behebung der Wasserschäden benötige Zeit, die im ursprünglichen Fertigstellungsprogramm nicht vorgesehen war. Entsprechend müsse zeitweise auch samstags gearbeitet werden.

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