Spitäler

Kritik von Swissmedic: Kantonsspital Baselland passt jetzt die eigenen Abläufe an

(Symbolbild)

Der Standort Liestal des Kantonsspitals Baselland.

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Die kurzfristig anberaumte Kontrolle im Kantonsspital Baselland (KSBL) durch das Schweizerische Heilmittelinstitut Swissmedic von Mitte September bleibt nicht ohne Wirkung. Das Spital reichte fristgerecht die ausstehenden Nachweise und einen Massnahmenplan ein, wie die festgestellten Mängel und Verstösse behoben werden sollen. Dies teilt KSBL-Sprecherin Sophie Thum auf Anfrage der bz mit.

Im Zentrum stehen Verstösse gegen die gesetzliche Pflicht für Spitäler, Vorkommnisse mit Medizinprodukten an Swissmedic zu melden – der sogenannten Materiovigilanz. Hier stellte Swissmedic «schwerwiegende Abweichungen» fest, der höchsten von drei Kritikstufen. Weiterhin unklar bleibt, ob das KSBL ein spezifisches gravierendes Ereignis nicht gemeldet hat oder bloss der Melde-Prozess an sich von Swissmedic kritisiert wurde. Die Behörde gibt dazu keine Auskunft, das Spital beteuert, dass nie Patienten gefährdet worden seien.

Zum Vergleich: Im Sommer 2017 büsste Swissmedic das Universitätsspital Basel mit 5000 Franken, weil es mangelhafte Produkte wie rostige oder verbogene Kanülen gekauft und die Mängel nicht gemeldet hatte.

Thum sagt nun, dass beim KSBL neu «die Aufgaben, Kompetenzen und Verantwortlichkeiten zur Materiovigilanz in einem Pflichtenheft fixiert wurden». Zudem sei ein Informations- und Schulungskonzept für die Mitarbeiter entworfen worden. Neu soll es jährlich eine interne Überprüfung geben. Behoben wurden auch Mängel in den Bereichen Instandhaltung und Wiederaufbereitung von Medizinprodukten.

Da ein Reinigungsmittel in einem mangelhaft angeschriebenen Behälter aufbewahrt worden war, werden nun kleinere Gebinde von Reinigungsmitteln gekauft und Vorgaben zum Wechseln von Flüssigkeiten erstellt. Auch werde eine Mitarbeiterin in eine Weiterbildung geschickt. (mn)

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