Nach Übernahme

Künftig nur noch Johnson & Johnson: Die Marke Actelion verschwindet

2017 übernahm Johnson & Johnson Actelion für 30 Milliarden Dollar.

2017 übernahm Johnson & Johnson Actelion für 30 Milliarden Dollar.

Auch am früheren Hauptsitz im Allschwiler Bachgraben wird das Actelion-Logo ersetzt.

Actelion widerfährt das, was den meisten übernommenen Unternehmen blüht – früher oder später: Nach der Zeit der Übernahme kommt der Tag, an dem die neuen Eigentümer das frühere Logo und den Namen langsam sterben lassen.

Bei Actelion ist es jetzt soweit. «Heute ist die Zeit reif, die Marke Actelion zu ersetzen», schreibt Johnson & Johnson in einer Medienmitteilung. In den kommenden Wochen und Monaten werde das Logo von Actelion und die Marke «weniger sichtbar». Das bedeutet unter anderem für den Hauptsitz im Allschwiler Bachgraben: Von der Fassade verschwindet der Actelion-Schriftzug samt dem Logo, einer stilisierter Arterie mit roten Blutkörperchen. Beides wird vom roten Johnson & Johnson-Schriftzug ersetzt. Bereits heute ist an den Gebäuden, aber auch an Beschriftungen, meist eine Kombination aus den Logos von Actelion und Johnson & Johnson zu sehen.

Actelion wurde 1997 vom Ehepaar Jean-Claude und Martine Clozel gegründet. Das Unternehmen feierte vor allem Erfolge mit Wirkstoffen gegen Pulmonale Hypertonie, einem Symptom von Krankheiten, die von einem Anstieg des Blutdrucks im Lungenkreislauf verursacht werden. 2017 übernahm Johnson & Johnson Actelion für 30 Milliarden Dollar.

Johnson & Johnson bekennt sich zu Standort Allschwil

Diese Integration wird nun fortgesetzt und Actelion mit einem anderen J&J-Tochterunternehmen zusammengeführt: Janssen. J&schreibt, man erwarte, dass sich beide Unternehmen ab 2021 in allen Märkten einheitlich als Janssen Pulmonale Hyptertonie präsentieren. Das Janssen-Logo werde an «Bedeutung und Bekanntheit im Gebiet der Pulmonalen arteriellen Hyptertonie gewinnen.»

Johnson & Johnson versichert, man bekenne sich zum Standort Allschwil und beabsichtige, ihn verstärkt zu nutzen. So solle Allschwil auch als Innovationsstandort für andere Branchen und Geschäftsbereiche genutzt werden. Die Integration kostet jedoch auch Jobs. 2019 kündigte J&J an, in Allschwil 75 der dort total rund 500 Stellen abzubauen.

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