Waldenburg

Künftig soll es einspurig durch das Engnis gehen

Die Ortsdurchfahrt von Waldenburg soll sicherer werden. Martin Töngi

Die Ortsdurchfahrt von Waldenburg soll sicherer werden. Martin Töngi

Die Hauptstrasse 12 führt mitten durch das Städtchen Waldenburg. Der Engpass in der Mitte ist ein Verkehrshindernis, das nun entschärft werden soll. Damit soll die Ortsdurchfahrt sicherer werden.

Durch Waldenburg am oberen Ende des vorderen Frenkentals führt die Hauptstrasse 12. Diese verbindet das Baselbiet über den Oberen Hauenstein mit dem Kanton Solothurn. Die Strasse beginnt in Vevey und endet in Basel. Obwohl die Bedeutung dieser Strasse seit dem Bau der Autobahn abnahm, ist der Engpass in der historischen Altstadt von Waldenburg ein ungelöstes Verkehrshindernis. Seit 4 Jahren wird die Kantonsstrasse um Waldenburg renoviert. Übrig bleibt noch der Kernteil im Altstadtbereich, der seit 2011 in Planung ist.

Öffentliche Mitwirkung

Dazu teilt die Kantonale Bau- und Umweltschutzdirektion mit, dass das zur Auflage vorgesehene Projekt in einem umfassenden Prozess der öffentlichen Mitwirkung erarbeitet wurde. In Workshops mit Beteiligung der Einwohnerschaft (Petition «für ein sicheres Stedtli»), verschiedenen Interessengruppen und Fachverbänden sowie den kantonalen Amtsstellen, der Baselbieter Polizei und der Beratungsstelle für Unfallverhütung (BfU) konnte die Bestvariante der Verkehrsführung erarbeitet werden.

Diese Variante trägt der heutigen Situation Rechnung, dass an der engsten Stelle in Waldenburg Fahrzeuge kaum ohne Gefährdung der Verkehrssicherheit kreuzen können. Künftig wird ein Kreuzen von Fahrzeugen an der engsten Stelle in Waldenburg verhindert. Damit erhöht sich insbesondere die Sicherheit für Fussgänger und Fahrradfahrer.

Bei hohem Verkehrsaufkommen wird der Verkehr ausserhalb der Stadt mit einer automatischen Lichtsignalanlage geregelt, damit in der Altstadt kein Stau entsteht. Dies kann der Fall sein, wenn die Autobahn gesperrt wird und mehr
Verkehr durchs Waldenburgertal fliesst. Die Durchfahrt von Ausnahmetransporten wird weiterhin gewährleistet.

Nur eine Fahrspur

In den intensiven Diskussionen zur Variantenwahl sind die Varianten «Status quo», «Tempo 30» und «Begegnungszone» mit der nun gewählten Lösung «Engnis» verglichen worden. Die Beschränkung auf eine Durchfahrtsspur war schliesslich die bevorzugte Lösung, welche das Kantonale Tiefbauamt, den Gemeinderat und auch die Anwohner und Petitionäre «für ein sicheres Stedtli» überzeugte.

Vor den Sommerferien 2011 wurde bereits ein Versuch mit der Variante «Engnis» gemacht. Dieser zeigte deutlich auf, dass mit dieser Variante der richtige Entscheid getroffen wurde. In diesem Jahr wird das Bauprojekt ausgearbeitet und für 2013 ist die Realisierung vorgesehen.

Auf die Frage, weshalb keine Umfahrung oder kein Tunnel in Betracht gezogen werde, gaben der Gemeindepräsident Kurt Grieder und Regina Wenk vom Kantonalen Tiefbauamt eine übereinstimmend Antwort. Wegen der Enge des Tales ist der Bau einer Umfahrungsstrasse unmöglich. Im kantonalen Richtplan sind aber zwei Tunnelprojekte enthalten. Eines davon ist der Umfahrungstunnel Waldenburg. Der Kanton anerkennt die historische Bedeutung des Stedtli Waldenburg, das als kantonales Denkmal gepflegt und erhalten werden muss. Die gegenwärtige Finanzsituation unseres Kantons erlaubt aber momentan solche Projekte nicht.

Mit dem Projekt «Engnis» wird aber ein Projekt angeboten, das keinen unbefriedigenden Kompromiss, sondern eine dauerhafte Verbesserung bringen wird.

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