Nationalfeiertag

Lampions, Höhenfeuer oder prominente Redner an 1.August-Feiern

In den meisten Gemeinden knallts bei der Bundesfeier. Hier die letztjährige 1.-August-Feier von Muttenz.

In den meisten Gemeinden knallts bei der Bundesfeier. Hier die letztjährige 1.-August-Feier von Muttenz.

Die Baselbieter Gemeinden setzen bei der Bundesfeier auf unterschiedliche Attraktionen. In Zunzgen und Sissach wird Nationalratspräsidentin Maya Graf Festreden halten, Regierungsrat Anton Lauber besucht Allschwil und Isaac Reber beehrt Muttenz.

Was laut Mythos mit dem Bundesbrief im Jahr 1291 begann, feiert nächste Woche seinen Geburtstag. Die Bundesfeiern in den verschiedenen Teilen der Schweiz sind geprägt von Traditionen wie Höhenfeuer oder Festreden. Letztere werden Bundespräsident Ueli Maurer auf Trab halten: Neben seiner Ansprache in Fernsehen und Radio besucht er in einem regelrechten Festreden-Marathon neun Gemeinden in der ganzen Schweiz. Keine davon liegt allerdings in der Region. Im Baselland und Schwarzbubenland sind es meistens die Gemeindepräsidenten, Gemeinderäte oder andere lokale Bekanntheiten, welche sich an die Besucher wenden.

Prominente Redner

Doch es gibt auch Ausnahmen: Die Nationalratspräsidentin Maya Graf hält in Zunzgen eine Festrede. Die Vorkommnisse vom 1. August vor drei Jahren, als die Gemeinde Bundesrätin Micheline Calmy-Rey erwartete, sollen sich nicht wiederholen. Damals erzwangen einige Bürger aus Kostengründen ein Referendum, worauf Calmy-Rey ihren Besuch absagte. Nach der Festrede in Zunzgen spricht die höchste Schweizerin in ihrem Heimatdorf Sissach.

In Allschwil war es abzusehen, dass der ehemalige Gemeindepräsident und Neo-Regierungsrat Anton Lauber auftritt. Sein Solothurner Kollege, Regierungsrat Remo Ankli, bekennt sich mit einer Rede in Dornach zum Schwarzbubenland – statt in Solothurn oder Olten zu sprechen.

Auch in Muttenz tritt mit Isaac Reber ein Regierungsrat auf. «Um einen solchen Auftritt zu bekommen, muss man sehr früh planen», erzählt Charles Keller, Präsident des OK Bundesfeier in Muttenz. Der Prominente für nächstes Jahr habe auch schon zugesagt. «Wer es ist, bleibt aber noch ein Geheimnis», sagt Keller.

Bauernbrunch vor der Feier

In den verschiedenen Gemeinden darf auch unterschiedlich lange gelärmt werden. So gibt es keine Bundes- oder Kantonalregelung für das Abbrennen von Feuerwerkskörpern. Die meisten beschränken die Bewilligung auf den 1. August. Nur einige auch auf den Tag zuvor.

Wer sich für das Feiern am Abend stärken will, wird bei verschiedenen Bauernhöfen im Baselbiet fündig. So zum Beispiel der Hof Grosstannen in Bubendorf, das Hofgut Spittel in Langenbruck oder der Schlosshof in Pfeffingen. Alle bieten einen zünftigen Bauernbrunch ab neun Uhr morgens an. Wegen der beschränkten Plätze ist eine Reservation erwünscht.

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