Der Landrat bewilligte am Donnerstag einstimmig einen Projektierungskredit von 600'000 Franken.

Auf dem Polyfeld-Areal in Muttenz will der Kanton bisherige Standorte des Bildungszentrums kvBL, der Gewerblich-industrielle Berufsfachschule sowie des Gymnasiums und der Fachmittelschule zusammenführen. Damit sollen Flächendefizite gedeckt, der künftige Flächenbedarf optimiert und betriebliche Synergien genutzt werden. Zudem könnten andere Liegenschaften aufgegeben werden.

Die Zusammenführung wird möglich, weil die Fachhochschule Nordwestschweiz (FHNW) voraussichtlich im Herbst 2018 von ihrem bestehenden Gebäude auf dem Polyfeld in einen Neubau zieht. Das heutige FHNW-Gebäude soll daher einer neuen Nutzung zugeführt werden. Geplant sind zudem bauliche Erweiterungen.

Neuer Quartierplan

Nötig wird dazu ein neuer Quartierplan, da mit dem bestehenden die räumlichen Bedürfnisse der Sekundarschulen nicht abgedeckt werden könnten. Mit dem vom Landrat bewilligten Geld soll ein Quartierplanverfahren durchgeführt werden. Vorgängig will der Kanton die Ergebnisse der bisherigen Studien und Planungsergebnisse zusammengetragen.

Zudem müssen bestehende Gebäude aus dem 1970er-Jahren saniert werden. Unter anderem braucht es Schadstoffsanierungen. Im FHNW-Gebäude etwa müssen derzeit wegen Asbests vierteljährlich Luftmessungen durchgeführt werden. Für die Sanierungen und Erweiterungen will der Kanton voraussichtlich noch in diesem Jahr Projektierungskredite beantragen.