Fall Gaugler

Landratspräsidentin Daniela Gaugler: Betrügerin oder Medienopfer?

Unter zunehmendem Druck: Landratspräsidentin Daniela Gaugler stand bei ihrer Wahl unter wohlwollender Beobachtung, jetzt hagelt es Kritik.

Unter zunehmendem Druck: Landratspräsidentin Daniela Gaugler stand bei ihrer Wahl unter wohlwollender Beobachtung, jetzt hagelt es Kritik.

Auf Landratspräsidentin Daniela Gaugler (SVP) prasseln seit drei Wochen Negativschlagzeilen nieder. Die Politszene duckt sich und schaut zu.

Vor ihrer Wahl zur Präsidentin wurde die 52jährige Lausener Landrätin Daniela Gaugler von den Medien noch als bescheidene, anständige, herzliche und beliebte Politikerin beschrieben. Wenige Wochen später nahm eine fürs Baselbiet eher aussergewöhnliche Medienkampagne ihren Anfang. Gaugler soll illegale Wohnungen an den Behörden vorbeigeschmuggelt, die Brüder ihres Mannes in einem Erbrechtsstreit über den Tisch gezogen und das Gipsergeschäft ihres Mannes an die Wand gefahren haben. Noch steht die Partei offiziell hinter ihr und empören sich einzelne Landräte über die „Hexenjagd“, die auf Gaugler losgetreten worden sei.

Ansonsten wartet die Politszene ab, wie die Basler Ausgabe der „Schweiz am Sonntag“ schreibt – und ist gespannt, wie die SVP ihr Personalproblem lösen wird. Bis klare Fakten auf dem Tisch liegen, von denen Gauglers politische Zukunft abhängt, dürfte es aber noch ein Weilchen dauern. Die Baselbieter Kantons- und Gemeindebehörden brauchen vielleicht noch Wochen, bis klar ist, ob Gaugler gegen Bauvorschriften verstossen hat. 

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