Wahlkreis Laufen

Landratswahlen: Innerhalb der Parteien könnte es zu Wechseln kommen

So wählte der Wahlkreis Laufen

So wählte der Wahlkreis Laufen

Es ist unwahrscheinlich, dass sich an der Verteilung der sechs Sitze im Parlament etwas ändern wird. Innerhalb der Parteien könnte es aber zu Wechseln kommen.

Auf den ersten Blick versprechen die kommenden Landratswahlen im Laufental wenig Spannung. Es ist unwahrscheinlich, dass sich an der Verteilung der sechs Sitze im Parlament etwas ändern wird. Nach der Rochade bei der Wahl vor vier Jahren, als die FDP einen Sitz an die SVP abtreten musste, wird bei den nächsten Wahlen punkto Sitzverteilung wohl alles beim Alten bleiben. Was aber nicht bedeutet, dass nicht innerhalb der Parteien der eine oder andere Wechsel stattfinden könnte.

Wer die Wahlunterlagen unter die Lupe nimmt, entdeckt nämlich mehrere Kandidierende, die dank ihrem Renommee gute Chancen haben, künftig in Liestal zu politisieren. Für die im katholisch geprägten Laufental noch immer starke CVP tritt mit dem Kantonalparteipräsidenten Marc Scherrer der Shootingstar des jüngsten Baselbieter Bezirks an. Der umtriebige Betriebsökonom ist in der Region gut vernetzt und kann dank seiner umgänglichen Art auch bei jüngeren Wählerinnen und Wählern punkten. Dem 28-Jährigen ist es zuzutrauen, einen der bisherigen Landräte seiner Partei, Brigitte Bos und Franz Meyer, zu verdrängen.

Bei der SP steigen mit den beiden Laufner Stadträten Sabine Asprion und Linard Candreia zwei Anwärter ins Rennen, die über Exekutiverfahrung verfügen. Letzterer hat sich als Autor rätoromanischer Bücher weit über seinen Wahlkreis hinaus einen Namen gemacht. Candreia verfügt politisch über einen grossen Rucksack: Einst präsidierte er die SP in seinem Heimatkanton Graubünden. Ob der Gymnasiallehrer genügend Stimmen erhält, um dem Bisherigen Andreas Giger den Sitz abzuluchsen, wird sich zeigen. Der Grellinger setzte sich in den letzten beiden Legislaturperioden wiederholt für das Laufental ein, was nicht unbeachtet blieb. Vor allem in verkehrspolitischen Fragen machte er sich für seine Region stark. Ebenso kämpfte der Gewerkschafter für den Erhalt des Laufner Spitals.

Jacqueline Wunderer blieb blass

Ihren verlorenen Sitz zurückerobern möchte die FDP. Fraktionspräsident Rolf Richterich glaubt, dass die Chancen intakt sind. «Vor vier Jahren sind viele freisinnige Laufentaler nicht an die Urne gegangen.» Andere seien zwar zur Wahl geschritten, hätten ihre Stimme aber Kandidaten anderer Parteien gegeben. Einen Sitzgewinn der FDP verhindern will die SVP, die als wählerstärkste Partei im Bezirk Laufen ihre beiden Mandate verteidigen will. Georges Thüring läuft keine Gefahr, abgewählt zu werden. Kaum ein anderer Parlamentarier aus dem Laufental ist in seiner Partei so wenig gefährdet wie der einstige Gemeindepräsident von Grellingen. Für Jacqueline Wunderer könnte es knapp werden. Die Nachrückende für Guido Halbeisen blieb in ihrem ersten Jahr im Landrat unauffällig.

Bei den im Bezirk wählerschwächeren Parteien stechen nur wenige Kandidierende ins Auge. Zumal sich diese auch kaum Chancen ausrechnen können, das Laufental im Kantonshauptort zu vertreten. Erwähnenswert ist Jris Imhof, die wie ihr Ehemann, Regierungskandidat Matthias Imhof, für die BDP nach Liestal möchte. Auch Rolf Zimmerli, Präsident des Vereins Karstlehrpfad, der sich für die neu gegründete Laufentaler Sektion der Grünen aufstellen liess, ist kein Unbekannter. Sonst wimmelt es von unbeschriebenen Blättern.

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