Die Langmattstrasse soll über den Marchbach verlängert und mit einem Kreisel an die Therwilerstrasse angeschlossen werden, heisst es in einer Regierungsmitteilung vom Mittwoch. Die Investitionskosten werden gemäss Vorlage derzeit auf 13 Millionen Franken geschätzt mit einer Genauigkeit plus/minus 30 Prozent. Frühester Baubeginn wäre im Jahr 2022.

Der Ausbau soll das Oberwiler Gewerbegebiet Mühlematt mit der Therwilerstrasse im Osten verknüpfen. Die zusätzliche nicht von Tramübergängen betroffene Talquerung im Kantonsstrassennetz soll zudem die Ortszentren von Oberwil und Therwil und insbesondere die Ringstrasse in Therwil entlasten. Heute kommt es in den Spitzenstunden an den Barrieren häufig zu Staus.

Die Neubaustrecke soll mit Velostreifen ausgestattet werden. Nördlich der Strasse soll zudem eine maximal 3,5 Meter hohe Lärmschutzwand entstehen. Für die Querung der Talstrasse mit der Langmattstrasse ist eine Unterführung für den Fuss- und Veloverkehr vorgesehen - die Talstrasse ist eine stark genutzte Veloroute.

Keine Verlängerung bis Biel-Benken

Eine Verlängerung der Langmattstrasse war schon in der 2015 von den Baselbieter Stimmberechtigen abgelehnten Entwicklungsplanung Leimental-Birseck-Allschwil (ELBA) enthalten. Die Regierung hatte das Projekt nach dem Nein zu ELBA als prioritär eingestuft und dessen Weiterbearbeitung im Investitionsprogramm vorgesehen. Das Tiefbauamt hat eine Vorstudie und ein Vorprojekt erarbeitet.

Nicht mehr weiterverfolgt werden soll gemäss Mitteilung jedoch eine Verlängerung der Langmattstrasse in Richtung Biel-Benken. Eine solche würde grosse Konflikte mit dem Umwelt- und Landschaftsschutz aufweisen. Das Kosten-Nutzen-Verhältnis sei zudem schlecht.

Nach der Genehmigung des Generellen Projekts durch den Landrat soll die Regierung eine Ausgabenbewilligung für die Erarbeitung des Bauprojekts beschliessen. Nach dem Vorliegen der Baubewilligung wird beim Landrat eine Ausgabebewilligung für die Realisierung beantragt. Eine Mitfinanzierung des Bundes erachtet die Regierung derzeit als kritisch, da ein Baustart dann erst ab 2024 möglich wäre.