Absenzen-Streit

Lehrerpräsident Beat Zemp hat Verständnis für die Schulleitung

Lehrerpräsident Beat Zemp (Archiv)

Lehrerpräsident Beat Zemp (Archiv)

Der Entscheid des Baselbieter Kantonsgericht, dass ein Lehrer sich nicht zur Wehr setzen kann, sollte die Schulleitung einen Absenzeneintrag entschärfen, gab zu diskutieren. Beat Zemp, der Präsident des Dachverbands der Schweizer Lehrer sieht den Absenzen-Streit gelassener.

Der Präsident des Dachverbands der Schweizer Lehrer sieht den Absenzen-Streit gelassener als der Lehrerverein Baselland. Beat Zemp sagt in einem Interview der „Schweiz am Sonntag“: „Es ist meines Erachtens richtig, dass beim Absenzenwesen in Streitfällen das zuständige Schulleitungsmitglied entscheidet, wenn seitens der Eltern mit juristischen Konsequenzen gedroht wird.“

Die Schulleitung könne eine Gesamtsicht einbringen, weil sie den Überblick über vergleichbare Fälle an ihrer Schule habe und den Rechtsdienst der Bildungsdirektion einschalten könne. Die Baselbieter Sektion des Verbands kämpfte vor Gericht erfolglos dafür, dass die Entscheidkompetenz alleine beim Lehrer liegen solle.

Zemp rät nun seinen Kollegen, das Urteil zu akzeptieren: „Ein Weiterzug an die höchste Instanz macht keinen Sinn, da man dem Kantonsgericht keine verfahrensrechtlichen Fehler vorwerfen kann.“

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