Illegal

Lieber zahlen – als gratis zu entsorgen? Liestal wehrt sich gegen private Abfallsammler

In Liestal buhlen private Abfallsammler und die Stadt selber um den Liestaler Haushaltsmüll. Da die entsprechende Entsorgung aber Sache der Gemeinden ist, sei das Angebot von Privatfirmen unzulässig.

In Liestal werben seit einigen Wochen mehrere Firmen wie Multibag oder Mr. Green dafür, recyclierbare Wertstoffe wie Glas, PET, Papier oder Kaffeekapseln von Privathaushalten zu entsorgen. Für eine monatliche Gebühr zwischen 17.50 und 19.50 Franken würden entsprechend gefüllte Säcke einmal pro Monat vor der Haustüre abgeholt.

Das schrieb die Stadt vor ein paar Tagen in der neusten Ausgabe von «Liestal aktuell». Gleichzeitig machte sie darauf aufmerksam, dass sie niemandem ausser der Velostation Liestal eine entsprechende Bewilligung erteilt habe. Diese betreibt im Kantonshauptort einen Hausliefer- und Abholdienst mittels Velokurieren. Weil die Abfallhoheit in der Schweiz bei den Gemeinden liege, sei das Angebot von Privatfirmen unzulässig, betonten die Behörden im Informationsorgan.

20 Haushalte zahlen lieber, als gratis zu entsorgen

Gestern nun wiederholte ein Vertreter der Stadt Liestal gegenüber dem «SRF-Regionaljournal Basel-Baselland» diese Botschaft nochmals. Nur die Stadt garantiere in Liestal für eine fachgerechte Entsorgung der Abfälle. Trotzdem haben laut «Regionaljournal» 20 Liestaler Haushalte ein Abonnement bei einem privaten Entsorger gelöst. In Basel haben offenbar bereits vier Privatfirmen eine Bewilligung erhalten, Wertstoffe von Haushalten einzusammeln.
In Liestal können Wertstoffe nach wie vor in den Quartiersammelstellen sowie den Entsorgungszentren in der Umgebung gratis entsorgt werden.

Verwandtes Thema:

Autor

Andreas Hirsbrunner

Andreas Hirsbrunner

Meistgesehen

Artboard 1