Aesch

Löhrenacker wird für vier Millionen saniert - doch eine Solaranlage gibts nicht

Die Volleyballerinnen von Sm'Aesch Pfeffingen werden bald in der sanierten Löhrenacker-Halle trainieren können. (Archiv)

Die Volleyballerinnen von Sm'Aesch Pfeffingen werden bald in der sanierten Löhrenacker-Halle trainieren können. (Archiv)

Aesch saniert die Löhrenackerhalle für 3,7 Millionen Franken. Von einer sofortigen Realisierung der Photovoltaikanlage auf der Mehrzweckhalle Löhrenacker im Rahmen der Sanierung wollte die Gemeindeversammlung aber nichts wissen.

Ob die NLA-Volleyballerinnen von SM'Aesch Pfeffingen, Handball, Gewerbeschau oder die Feier für die Aescher Landratspräsidentin Marianne Hollinger - die Löhrenackerhalle wird seit 31 Jahren vielfältig genutzt. Dementsprechend unbestritten war auch die Sanierung für 3,71 Millionen Franken. Diese beinhaltet unter anderem einen neuen Hallenboden mit frischen, modernen Spielfeldmarkierungen, sanierte Innen- und Aussendwände und einen überdachten Vorplatz beim Eingang.

Dass die Küche für 550'000 Franken saniert und neu eingerichtet wird, passt Peter Lehner, seines Zeichens Präsident der SVP Aesch-Pfeffingen, gar nicht. «Mit so viel Geld könnte man eine Spitalküche einrichten», klagte er mit Vehemenz und forderte für die Küche ein Kostendach von 300'000 Franken. Dieser Antrag scheiterte aber klar.

Umstritten war die Photovoltaikanlage auf dem Dach der Halle, die vom Gemeinderat aus dem Sanierungskredit herausgenommen wurde. «Von der kostendeckenden Einspeisevergütung erhält man momentan zu wenig und der Strommarkt ist zu unsicher», begründete Gemeinderätin Eveline Sprecher (SP). Bei der Gemeindekommission und vor allem bei Links-Grün kam dies sehr schlecht an.

Die Kommission um deren Präsident Ernst Ruch (SP) stellte den Antrag, die PV-Anlage für 250'000 Franken wieder in den Kredit zu integrieren und im Rahmen der Sanierung zu erstellen. Die Forderung scheiterte aber vor allem aus finanziellen Gründen klar.

Steuererträge von Firmen sinken

Die Jahresrechnung 2013 unterstrich, dass Aesch sehr gut auf die Gemeindefinanzen achten muss. Durch die getroffenen Sparmassnahmen von rund einer halben Million Franken fiel der Jahresverlust von 250'000 Franken bei einer Bilanzsumme von 39,2 Millionen Franken zwar kleiner aus als befürchtet, doch dürfe dies nicht darüber hinwegtäuschen, dass Aesch weiter den Gürtel enger schnallen müsse, wie Finanzchef Andreas Spindler (SVP) klarstellte.

Sorgen bereiten die weiter sinkenden Steuereinnahmen bei juristischen Personen. «Einerseits gingen wesentlich weniger Vorjahressteuern ein als gedacht, andererseits gab es Veränderungen bei Unternehmungen», erklärte Spindler. Dass auch die Steuereinnahmen bei natürlichen Personen leicht tiefer ausfielen als gedacht, begründet der SVP-Gemeinderat mit der Erbschaftssteuerinitiative, vor der Personen ihr Vermögen in andere Gemeinden und Kantone mit tieferen Steuersätzen verschoben haben könnten, womit Aesch Steuererträge fehlen. In Aesch liegt der Steuerfuss bei 56 Prozent. Von kantonalen Finanzausgleich erhielt die Gemeinde 340'000 Franken.

Status Quo bei der Pensionskasse

Im Zuge der Sanierung der Basellandschaftlichen Pensionskasse (BLPK) hat der Gemeinderat beschlossen, die Aescher Angestellten auch künftig bei der BLPK zu versichern. Unter anderem wechseln die Angestellten künftig vom Leistungs- zum Beitragsprimat und vom Rentenalter 64 auf 65.

Die Gemeindeversammlung genehmigte dafür eine Teilrevision des Personalreglements und eine einmalige Ausgleichszahlung an die Pensionskasse von 590'000 Franken. Die gesetzlich vorgeschriebene Ausfinanzierung der Deckungslücke wird an der Budget-Gemeindeversammlung im Dezember diskutiert.

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