Design

«machART Basel» bietet den Besuchern eine spektakuläre Ausstellung

Inneneinrichtungsstücke ziehen das Interesse von Besuchern auf sich.

Inneneinrichtungsstücke ziehen das Interesse von Besuchern auf sich.

An der Designmesse, die bei ihrer zweiten Ausgabe in der Dreispitzhalle stattfindet, stehen nicht grosse Namen vordergrund, sondern unbekannte Künstler mit ihren Kleinserien und Unikaten.

Es ist eine Designmesse besonderer Art. Denn die «machART Basel» bietet den Besuchern mehr als nur die Möglichkeit, Ausstellungsstücke zu betrachten und zu kaufen. Das Projektleiter-Paar Francine Brand und Miguel Engewald generiert mit seiner Designmesse eine Erlebniswelt, die den Besucher auf eine Reise mitnimmt und zum Verweilen einlädt.

Plattform für Kleinlabels

Im Mittelpunkt stehen die rund 40 Aussteller und ihre Werke. Dabei werden verschiedenste Stücke ausgestellt: Neben Mode, Accessoires und Schmuck stellen Designer auch Inneneinrichtungsstücke und Beauty-Design-Pro- dukte vor. Dazu gibt es einen Fine-Food-Market, bei dem von Schokolade bis Öl exklusive Produkte vertreten sind.

Brand und Engewald setzen bei den Ausstellern jeweils auf Jungdesigner, Kleinunternehmer und noch unbekannte Künstler. «Wir wollen keine grossen Namen, sondern Leute mit Unikaten und Kleinserien», sagt Brand. Die «machART» soll unbekannten Künstlern und Designern eine Möglichkeit geben, ihre Kleinlabel-Produkte erstmals auf grosser Bühne vorzustellen. Und dies nicht nur im übertragenen Sinn.

Denn jeden Abend findet im Rahmen der Erlebniswelt Machart eine Catwalkshow statt. Darin präsentieren Models und Schauspieler die Produkte der Aussteller. Dabei entsteht eine Mischung aus Modeschau und Comedy-Einlage. Neben Kleidern und Accessoires werden Möbel und dieses Jahr Rasierschaum präsentiert. «Diese Einlage dürfte eher amüsant werden», freut sich Francine Brand.

Die Bühne des Spektakels: Der Dinner-Tisch, an dem die Gäste speisen. Bei Voranmeldung kann sich der Besucher nämlich durch das «machART-Dinner» verköstigen lassen. «Bei uns erleben die Gäste nicht nur einzigartige Designerstücke, sondern auch spektakuläre Gaumenschmäuse», werben Brand und Engewald. Die Menüs werden von teilweise prominenten Gastköchen gekocht. So stand gestern Abend der Baselbieter Regierungsrat Isaac Reber hinter dem Herd und servierte den Gästen ein exklusives Vier-Gang-Menü.

Die erste «machART» fand letztes Jahr im Tonwerk Lausen statt. Heuer ist sie in der Dreispitzhalle. Der Wechsel in die grössere Halle bringt Platz für zehn zusätzliche Aussteller im Vergleich zum Vorjahr. Weiter expandieren wollen Francine Brand und Miguel Engewald jedoch nicht. Denn obwohl man nun näher an der Stadt ist, ist dem Duo wichtig zu betonen, dass es «eine Baselbieter Messe ist und dies auch bleiben will».

Vielfalt ist gesucht

Die Idee für die «machART Basel» entstand in Brands Kopf. Als Schmuckdesignerin nahm sie bereits an verschiedenen grossen Kunst- und Designmessen statt. Dabei stellte sie jeweils fest, wie schwer es für kleine Label ist, sich gegen bekannte Namen zu behaupten. Dazu kam der hohe Preis, den sie jeweils für einen Standplatz begleichen musste. Auch das Ambiente störte Brand, denn dieses ähnelte eher dem einer Gewerbeausstellung. Dies wollte Francine Brand ändern. Und zwar mit einer Designmesse für kleine Labels, die den Künstlern die Möglichkeit gibt, für wenig Geld ihre Werke in tollem Ambiente zu präsentieren.

«machART Basel», Dreispitzhalle Nord, Freitag und Samstag, jeweils 18 bis 23 Uhr, Dinner jeweils um 19 Uhr. Sonntag, 10 bis 17 Uhr, Brunch um 10 Uhr.

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