Polizeihundeprüfung

Machomässig gut: Polizeihund Macho ist Klassenbester

Daniel Hagmann mit Macho bei der Disziplin «Unterordnung».

Daniel Hagmann mit Macho bei der Disziplin «Unterordnung».

An der Polizeihundeprüfung massen sich die Teams in fünf Disziplinen. Gewonnen hat ein Schäfer namens Macho.

Er heisst Macho, ist Holländer und gilt seit Freitag als bester Polizeihund beider Basel. Zusammen mit seinem Hundeführer, Feldweibel Daniel Hagmann aus dem Baselbiet, hat der Schäferhund am Freitag den ersten Rang der jährlichen Polizeihundeprüfung belegt, die schon zum achten Mal von den beiden kantonalen Polizeikorps aus Basel-Stadt und Baselland zusammen ausgetragen wurde.

Schon um sieben Uhr erschallt lautes Gebell auf dem Dietisberg oberhalb von Läufelfingen. Die Jurahügel bieten die herbstliche Kulisse für den Anlass. Zu Beginn verstecken sich die rotorange leuchtenden Bäume noch im Nebel. Es nieselt. Die Hundeführer und ihre Tiere werden nass, die schweren Polizeistiefel versinken im aufgeweichten Boden. Die Zuschauer wärmen sich die Finger an einem Becher Tee oder «Kafi Fertig».

Ein Polizist und sein Hund treten vor die Experten. Ziel der Vorführung: die «Unterordnung» prüfen. Wie konzentriert bleibt ein Hund beim Einsatz? Dabei muss das Tier drei Dinge beachten: nah an der Hüfte seines Herrchens bleiben, stets auf dessen Handbewegungen und -zeichen achten sowie so schnell wie möglich Kommandos ausführen.

Harmonie zwischen Mensch und Tier

«Platz!» Der Hund erstarrt. Ruhe. Drei Schüsse ertönen. Der Hund rührt sich kaum. Wäre er weggerannt, hätte ihn das disqualifiziert. Sein Herrchen legt die Schreckpistole wieder zurück auf den Holztresen, befiehlt dem Hund aufzustehen. Der Schäferhund folgt auf Schritt und Tritt, lässt sich nur leicht von einem vollen Fressnapf ablenken. Bleibt ruhig, als sein Führer ihn über ein Hindernis trägt. Sprung! Und schon ist eine Hürde überwunden.

Beim Prüfungsteil «Schutzdienst» greift der Hund auf Befehl einen Scheintäter an, der ihm entgegenkommt – zum Glück in dicke Schutzausrüstung gepackt.

13 Hundeteams treten in diesem Jahr an. Gemäss Organisator Peter Aebi schneiden die meisten gut ab. «Um zu bestehen, müssen sie 210 von 300 Punkten erreichen. Pro Jahr gibt es im Schnitt einen Hund, der es nicht schafft und zur Nachprüfung antreten muss.» Daniel Hagmann und Macho erzielten 292 Punkte. Prädikat: ausgezeichnet.

Prominente Gäste aus Politik und Polizei

Wie jedes Jahr zieht die Prüfung reichlich Prominenz an: Nebst der Baselbieter Regierungsrätin Kathrin Schweizer und ihrem Basler Amtskollegen Baschi Dürr waren es Claude Janiak (Ständerat Baselland), Daniela Schneeberger (Nationalrätin Baselland) und viele Landratsmitglieder. Auch Vertreter der französischen Gendarmerie und von deutschen Landespolizeien liessen es sich nicht nehmen, dem Anlass beizuwohnen.

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