Bubendorf

Matthias Mundwiler: «Die Mehrkosten sind alle begründbar»

Die Planung wird am Wochenende Realität: Die Mehrzweckhalle Bubendorf wird eingeweiht.

Die Planung wird am Wochenende Realität: Die Mehrzweckhalle Bubendorf wird eingeweiht.

Der Baukommissionspräsident und Gemeinderat Matthias Mundwiler spricht im Interview über den Bau der neuen Mehrzweckhalle in Bubendorf, die dieses Wochenende eingeweiht wird.

Die 4450-Seelen-Gemeinde Bubendorf weiht am kommenden Wochenende ihre neue Mehrzweckhalle ein. Ein erstes Projekt scheiterte 2012 an der Urne. Das redimensionierte Vorhaben überstand im Februar 2015 eine Referendumsabstimmung klar. Gemeinderat Matthias Mundwiler, Präsident der Baukommission, hat das Entstehen der neuen Mehrzweckhalle eng begleitet.

Die neue Mehrzweckhalle hat eine harzige Entstehungsgeschichte hinter sich. Wie fühlen Sie sich jetzt?

Matthias Mundwiler: Ich finde es toll, dass wir mit diesem Bau nun abschliessen können. Das Projekt hat eine gewisse Zeit benötigt für die Entscheidfindung. Und es ist gut herausgekommen.

Das erste Vorhaben scheiterte am Referendum. Die jetzige Mehrzweckhalle ist ein abgespecktes Projekt. Können Sie sich damit identifizieren?

Ja. Die Identifikation findet dadurch statt, dass diese Mehrzweckhalle rein äusserlich fast den gleichen Kubus aufweist wie das ursprüngliche Projekt. Die ganze Funktionalität im Innern ist genau gleich. Die Räume sind teils ein wenig kleiner. Aber damit muss man sich abfinden können. Und das gelingt auch.

In der jetzigen Baukommission wirkte unter anderem der Präsident des zweiten Referendumskomitees mit, das die Abstimmung verloren hatte. Hat es sich bewährt, einen Gegner in die Kommission aufzunehmen?

Auf jeden Fall. So konnten wir in unserem Gremium das Augenmerk ebenfalls auf kritische Sachen richten, die Schwierigkeiten hätten verursachen können. Diese Person hatte sich nach der Abstimmung mit dem Projekt völlig identifiziert. Das Kommissionsmitglied war nicht mehr auf der gegnerischen Seite und brachte als Baufachmann sein fachliches Wissen ein. Das Referendum war nicht einmal fünf Sekunden ein Thema.

Lief während der ganzen Bauzeit alles wie am Schnürchen?

Wie auf jeder Grossbaustelle gab es immer wieder kleinere und grössere Probleme, die zu Verzögerungen führten. Aber zwei Wochen auf eine gesamte Bauzeit von 18 Monaten sind verkraftbar. Obwohl wir die Sommerferien als Puffer vorgesehen haben, hat es dennoch nicht auf Ende Sommerferien gereicht. Deshalb konnte der Turnbetrieb erst nach kurzer Verspätung starten.

Gab es Schwierigkeiten mit Anwohnern wegen der Bauarbeiten und des Baulärms?

Wir haben uns mit den betroffenen Nachbarn arrangiert. Selbstverständlich kam es hin und wieder zu Diskussionen, aber zu keinen dramatischen. Nicht immer ist es für alle einfach gewesen, wenn man während eineinhalb Jahren eine Baustelle vor dem Haus hat. Der Anwohnerschaft muss ich aber ein Kränzchen winden: Sie hat das gut weggesteckt. Wir von der Gemeinde informierten stets und waren mit den Leuten regelmässig in Kontakt.

Kann der Baukredit von 8,9 Millionen Franken eingehalten werden?

Ich kann noch nicht sagen, wie es am Schluss aussieht. Bezüglich Umgebung, die rund 900 000 Franken verschlingt, sind wir bei einer Punktlandung. Beim Bau der Halle werden die Kosten voraussichtlich um drei Prozent überschritten.

Ist allenfalls ein Nachtragskredit nötig?

Möglicherweise. Bei einer leichten Überschreitung müssen wir wahrscheinlich mit einem Nachtragskredit vor die Gemeindeversammlung. Die Mehrkosten sind jedoch alle begründbar. Wir haben nicht etwa falsch gerechnet. Es sind unter anderem neue Brandschutzvorschriften, die umgesetzt werden müssen, was aufwendiger ist. Die Kostenüberschreitungen bewegen sich bis jetzt im schmerzlosen Bereich. Ein paar Arbeiten sind aber noch nicht vollständig abgerechnet.

Einweihungsfest für die neue Mehrzweckhalle und den neuen Kinderspielplatz am 23. und 24. September.

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