Baudenkmal

Mauern und Treppen lösen sich auf: Baselland will die Ruine Farnsburg für 5 Millionen sanieren

Die mittelalterliche Farnsburg bei Ormalingen soll saniert und langfristig gesichert werden. Die Baselbieter Regierung beantragt dem Landrat einen Kredit von rund 5,1 Millionen Franken.

Viele Mauerpartien und Treppenstufen der um 1330 erbauten Farnsburg lösen sich langsam auf, wie es in einer Regierungsmitteilung vom Mittwoch heisst. Gebaut wurde die Burg aus wenig witterungsbeständigem Hauptrogenstein. Die Burgruine befindet sich zwar in Privatbesitz, der Kanton hat jedoch eine Unterhaltspflicht.

Vor 16 Jahren war schon die südöstliche Vorburg umfassend saniert worden. 2013 folgte aus Sicherheitsgründen eine dringliche Sanierung eines Teils der Schildmauer. Die restlichen Bereiche der Burgruine, die gemäss Mitteilung in einem "gefährlich schlechten" Zustand sind, sollen in vier Jahresetappen grundlegend gesichert werden.

Die Farnsburg wurden vom Grafen von Thierstein erbaut. 1461 kam sie an die Stadt Basel, die dort einen Landvogteisitz einrichtete. Beim Zusammenbruch der alten Eidgenossenschaft wurde die Burg 1798 geräumt und als "Symbol der Unterdrückung" in Brand gesteckt. Mit der Sanierung soll die Burgruine für die Öffentlichkeit eine Aufwertung erfahren, wie es weiter heisst.

Die Sanierung ist Teil des 2008 vom Landrat verabschiedeten Programms zur langfristigen Sicherung von Burgen und Burgruinen im Baselbiet. Zwischen 2008 und 2010 war die Homburg bei Läufelfingen gesichert worden. Im vergangenen Jahr wurde die vierjährige Sanierung der Burgruine Pfeffingen abgeschlossen.

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