Sportmap

Mit dieser Karte keucht es sich leichter durchs Baselbiet

Sie stellten die neue Sportkarte vor und zeigten im Bewegungspark Liestal auch gerade, wie fit sie sind (von links): Regierungsrätin Monica Gschwind, Christian Saladin (er mogelt) und Thomas Beugger vom Sportamt sowie Tobias Eggimann von Baselland Tourismus, der allerdings schon eingeknickt ist

Sie stellten die neue Sportkarte vor und zeigten im Bewegungspark Liestal auch gerade, wie fit sie sind (von links): Regierungsrätin Monica Gschwind, Christian Saladin (er mogelt) und Thomas Beugger vom Sportamt sowie Tobias Eggimann von Baselland Tourismus, der allerdings schon eingeknickt ist

Sportamt und Baselland Tourismus zeigen mit einer neuen Karte und Internetseite, wo es im Kanton überall öffentlich zugängliche Sportanlagen gibt.

Seit Montag gibt es die achte Themenkarte zum Baselbiet – die sogenannte Sportmap. Seit dem Auftakt mit der Ausflugskarte im Jahr 2012 liess Baselland Tourismus in hoher Kadenz und mit wechselnden Partnern die immer gleiche Grund-Panoramakarte – der Blick geht von der Chrischona ins Baselbiet – zu Themen wie Wandern, Restaurants oder Archäologie folgen. Und jetzt also die Sportmap, die in Zusammenarbeit von Baselland Tourismus und kantonalem Sportamt entstanden ist.

Aber die Sportmap spielt in einer höheren und auch teureren Liga: Zur Karte gehört nämlich auch eine eigene Internetseite unter der Adresse www.sportmap-bl.ch. Die Karte, die vorerst in einer Auflage von 30'000 Exemplaren gedruckt worden ist, und die Webseite kosteten zusammen 80'000 Franken. Wie die beiden Vehikel zusammenspielen, erklärte der Projektleiter und stellvertretende Leiter des Sportamts, Christian Saladin, so: «Die Karte ist weniger detailliert, sonst wäre sie überfüllt. Das Internet geht hier weiter und ist auch aktueller, denn die Webseite wird laufend angepasst.» Auch Sport-Veranstalter könnten auf der Webseite auf ihre Anlässe aufmerksam machen.

Fürs Sportamt ein Meilenstein

Aber auch das «Basisangebot» Sportmap selbst enthält einige Informationen: Auf der Karte sind 132 öffentlich zugängliche Sportanlagen aufgeführt, die teils gratis, teils kostenpflichtig genutzt werden können. 54 davon sind im oberen, 78 im unteren Kantonsteil. Die Sportanlagen sind farblich auf die vier Hauptkategorien Sport in der Natur (der grösste Teil), Hallensport, Wassersport sowie Schnee- und Eissport aufgeteilt. Für Liestal zum Beispiel weist die Sportmap elf verschiedene Sportmöglichkeiten vom Hallenbad über den Bewegungspark bis zur Badmintonhalle aus. Auf der Internetseite seien für Liestal 21 und für den ganzen Kanton sogar 210 Sportanlagen aufgeführt, ergänzte Saladin. Und er machte die Bedeutung des Werks klar: «Für uns ist das ein Meilenstein.»

Die Sportmap könne gratis an über 100 Auflagestellen, so etwa in Gemeindeverwaltungen, Hotels, Restaurants und Sportgeschäften, bezogen werden, sagte Tobias Eggimann, Geschäftsführer von Baselland Tourismus. Das Paket sei «ein tolles Beispiel dafür, wie wir als Verein mit dem Kanton zusammenarbeiten können».

Zum ersten Mal werde mit Karte und Internetseite öffentlich zugängliche Sportinfrastruktur im Überblick dargestellt, freute sich Regierungsrätin Monica Gschwind, zu deren Direktion auch der Sport gehört, an der Medienkonferenz vom Montag. Hinter der Erarbeitung des Produkts stecke «sehr viel» Recherche-Aufwand.

Inaktive sollen aktiv werden

Gschwind erhofft sich denn auch einiges: «Es ist das primäre Ziel von der Sportförderung, die Bevölkerung zu sportlichen Aktivitäten zu animieren. Ich bin überzeugt, dass dies mit Unterstützung von der Sportmap Baselland gelingen wird.» Und zwar nicht nur jene 76 Prozent zwischen 15 und 74 Jahren, die sportlich schon aktiv seien, sondern auch den inaktiven Rest. Gschwind wies auch darauf hin, dass nach der ersten Street-Work-out-Anlage, die letztes Jahr in Birsfelden eröffnet wurde, weitere folgen würden. Hier greift die Sportmap ein Stück weit vor und listet schon solche Anlagen - eine Art Stangenpark für Krafttraining - auf, bei denen die Verhandlungen mit den Gemeinden fortgeschritten sind.

Übrigens: Laut Sportamtsleiter Thomas Beugger steht bei den Jungen nach Fussball derzeit Tanzen zuoberst auf der Favoritenliste.

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Autor

Andreas Hirsbrunner

Andreas Hirsbrunner

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