Die Parteileitungsmitglieder Nationalrat Thomas de Courten, Landrat Dominik Straumann und alt Landratspräsident Hanspeter Ryser zogen ihre Bewerbung zugunsten Webers zurück, wie Parteipräsident Oskar Kämpfer an einer Medienkonferenz in Liestal bekanntgab. Am Vortag hatte sich Landrat Paul Wenger selbst aus dem Rennen genommen.

Die Einerkandidatur soll es der Partei ermöglichen, die kurze Wahlkampfzeit optimal zu nutzen, heisst es in einer Mitteilung. Der Einsatz zu Gunsten der Partei sei für alle Beteiligten "von grosser Bedeutung".

Nomination am 17. Januar

Thomas Weber muss nun noch am Parteitag vom 17. Januar nominiert werden. In den Augen der Parteileitung ist er der richtige Kandidat, um in der Baselbieter Regierung die bürgerliche Mehrheit zu sichern.

Weber verfügt laut seiner Partei über breit abgestützte und langjährige Führungserfahrung sowie fundiertes Finanzwissen mit gewichtiger Budgetverantwortung in seinem aktuellen Job. Der Regierungsratskandidat ist beim Bundesamt für Strassen Chef der ASTRA-Filiale Zofingen.

Bestimmt wird am 3. März die Nachfolge von FDP-Regierungsrat Adrian Ballmer. Der Finanz- und Kirchendirektor hatte im Dezember den Rücktritt per Ende Juni angekündigt.

FDP unterstützt SVP

Die FDP, die derzeit als einzige Partei zwei Regierungsmitglieder stellt, verzichtet auf eine eigene Kandidatur und unterstützt die SVP, die als wählerstärkste Partei seit 2011 nicht mehr in der Regierung vertreten ist. CVP, SP und Grüne haben je ein Mandat.

Die SP beteiligt sich an der Ersatzwahl mit Eric Nussbaumer. Der frühere Landrat und heutige Nationalrat war am Sonntag von einer ausserordentlichen Delegiertenversammlung nominiert worden. Die Grünliberalen hoben am Dienstagabend Landrat Gerhard Schafroth auf den Schild.