"Herr Tur Tur" hiess das Siegerprojekt der Team Nord GmbH Architekten, nun darf sich der Scheinriese aus "Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer" ganz offiziell gross machen. Mit einem bunten Fest hat Muttenz am Samstag sein neues Schulhaus Gründen eingeweiht.

Viel Volk, viele Schülerinnen und Schüler, Amtsträgerinnen und Neugierige bevölkerten das Areal des 24,32-Millionen-Neubaus, den unter anderen Gemeindepräsident Peter Vogt und Gemeinderat Thomi Jourdan in ihren Ansprachen als wegweisendes Bauwerk in der modernen Bildungslandschaft priesen. 

Auf Erd- und zwei Obergeschossen stehen Klassen-, Gruppen- und Spezialräume für 14 Klassen zur Verfügung. Im Untergeschoss sind zwei Turnhallen untergebracht. Der ganze Bau wirkt hell und freundlich, in der Innenausstattung dominieren Holz und grosse Fenster. 

Der Schulbetrieb wurde nach rund 22-monatiger Bauzeit bereits mit Beginn des neuen Schuljahres Mitte August mit vorerst 30 Lehrkräften und 9 Klassen.aufgenommen. Jetzt durften die überall herumwuselnden Schülerinnen und Schüler der Primarstufe stolz den Verwandten und Bekannten ihre modernen Klassenzimmer herzeigen.

Neben dem Neubau klafft aber noch eine grosse Baugrube, die vom Abriss eines Flügels des alten Schulhauses zeugt. Mit dem Lied "Bye bye Gründen" verabschiedete und begrüsste der aus allen Klassen gebildete Kinderchor das alte und neue Gründen.

Wer vom Schulhausfest nicht genug hatte, konnte sich mit dem Shuttle-Bus zur ebenfalls neu eröffneten Trinkwasseraufbereitungsanlage (TWA) Obere Hard fahren lassen. Nach zweijähriger Bauzeit hat die TWA Obere Hard bereits am 27. Februar erstmals Trinkwasser in das öffentliche Leitungsnetz gespeist.

"Die für Europa einzigartige Trinkwasseraufbereitungsanlage deckt 80 Prozent des Muttenzer Wasserbedarfs – sicher und in bester Qualität", wie der Gemeinderat das neue Bauwerk anpreist.