Reaktionen

Nach Gundelitunnel-Rückschlag folgt Kritik aus dem Baselbiet – Pegoraro noch zurückhaltend

Derzeit sei nicht abzuschätzen, was das Ja zum Planungsstopp für die Planung einer neuen Stadttangente heisse, sagt Sabine Pegoraro.

Derzeit sei nicht abzuschätzen, was das Ja zum Planungsstopp für die Planung einer neuen Stadttangente heisse, sagt Sabine Pegoraro.

Die Basler Sozialdemokraten beerdigen im Grossen Rat das Langzeitprojekt «Gundelitunnel». Die Baselbieter Verkehrsdirektorin Sabine Pegoraro (FDP) reagiert noch vorsichtig – doch es werden auch kritische Stimmen laut.

Die Baselbieter Verkehrsdirektorin Sabine Pegoraro (FDP) reagiert vorsichtig auf das Ja des Grossen Rats zum Planungsstopp beim Gundelitunnel. Schliesslich sei der Entscheid noch nicht definitiv, sagt sie und verweist auf das Verfahren im Basler Grossen Rat: Erst wenn dieser in einem zweiten Schritt auf eine Stellungnahme der Regierung nochmals Ja sagt zur SP-Motion ist der Planungsstopp verbindlich. Derzeit sei nicht abzuschätzen, was dies für die Planung einer neuen Stadttangente heisse, sagt Pegoraro.

Deutlicher äussert sich der Allschwiler GLP-Landrat Matthias Häuptli. «Es ist nicht gut, dass Basel-Stadt einseitig auf die Bremse stehen will.» Er stehe einer voll ausgebauten Tangente auch skeptisch gegenüber – zumal eine solche zu einer Umfahrung für den Transitverkehr werden könnte. Aber: «Jetzt von der Regierung zu verlangen, sie müsse sich der weiteren Planung verweigern, ist nicht konstruktiv», kritisiert Häuptli das Basler Parlament. Von einer freudigen Überraschung spricht hingegen die Oberwiler Grünen-Landrätin Lotti Stokar: «In den Agglomerationen brauchen wir keine neuen Strassentunnels», findet sie. In der Agglo sei es zentral, den Modal Split zugunsten des öV zu erhöhen. Der Gundelitunnel würde zudem nur Sinn machen als Bestandteil einer Ringstrasse. «Dieses kostet rund 1,5 Milliarden. Dazu bieten wir keine Hand», sagt Stokar. (haj)

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