Diegten

Neue Kreisschule: Nur der Transport bleibt ein Makel

Die Lichter der Eptinger Schule werden bald gelöscht. Lucas Huber

Die Lichter der Eptinger Schule werden bald gelöscht. Lucas Huber

Im Sommer startet die Kreisschule Tenniken-Eptingen-Diegten. Der Transport der Schüler sorgt allerdings für Bedenken - obschon eine eigens für die Kreisschule eingerichtete Buslinie zirkulieren wird.

Seit Donnerstag ist er nun bekannt, der Name der Kreisschule im oberen Diegtertal: TED, die Initialen der drei Mitgliedsgemeinden Diegten, Eptingen und Tenniken. Kreisschulratspräsident Tommy Kunz betonte aber an der Informationsveranstaltung für die betroffenen Eltern, dass Tenniken keineswegs eine Vorrangstellung einnähme. Es sei, erklärt er, halt die einzige Möglichkeit, dass der Name auch aussprechbar sei, denn eine Abkürzung habe niemand gewollt.

Nachdem schon seit Ende 2010 klar ist, dass Eptingen als Schulstandort hinfällig wird, wurden gestern nun weitere Details bekannt gegeben. So werden in Tenniken ein Kindergarten sowie die drei Unterstufenklassen geführt, während in Diegten fünf Mittelstufenklassen, zwei Kindergärten sowie die Einführungsklasse einquartiert werden. Jene Schüler der Einführungsklasse gehen noch bis zu den Sommerferien in Sissach zur Schule.

Neue Konstellationen

Folgende Konstellation könnte sich dadurch ergeben: Ein Kind, das vor einem Jahr noch in Eptingen den Kindergarten besucht hat und nun einer Einführungsklasse in Sissach angehört, würde per August in die zweite Klasse nach Tenniken befördert, um ein Jahr darauf die dritte Klasse in Diegten zu besuchen. Das fördert, davon sind Experten überzeugt, die Eigenständigkeit des Kindes, was einige Eltern bezweifelten. Yvonne Spiess, Eptingens aktuelle Schulratspräsidentin, entgegnete: «Vertrauen Sie Ihren Kindern. Die schaffen das.»

Präsenzkontrollen gefordert

Überhaupt ist es der Transport der Schüler, der für Bedenken sorgt, obschon eine eigens für die Kreisschule eingerichtete Buslinie zirkulieren wird. Die Kosten dafür übernehmen die drei Gemeinden. Der Bus verbindet sämtliche drei Dörfer miteinander.

Die Unterrichtszeiten wurden entsprechend angepasst, die Mittagspause verlängert – «damit auch das Kind vom Hof gemütlich Mittagessen kann», wie Schulleiterin Monika Feller betonte. Bis im Frühling wird nun ein Reglement erarbeitet, das den Einsatz von Begleitpersonen, Schülerlotsen an neuralgischen Punkten oder gar Präsenzkontrollen regelt, die von einigen Anwesenden gefordert wurden.

Schulratspräsident Kunz spricht sich klar dagegen aus: «Überlegen Sie sich das gut. Es nähme den Kindern etwa die Möglichkeit, bei schönem Wetter mit dem Velo zur Schule zu gehen.» Ausserdem kontrolliere die Schule im Schulzimmer, und nicht auf dem Schulweg, so Kunz abschliessend. Derzeit konstituiert sich auch ein Elternrat. Er wird sich aktiv an der Entwicklung der Kreisschule beteiligen und gemeinsam mit der Arbeitsgruppe genau diese Fragen erörtern.

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