Wisenbergtunnel

Neue Niederflurwagen und Wisenbergtunnel statt Bözbergtunnelausbau

Der Wisenbergtunnel soll gemäss Komitee «Bahn 2000 plus» den heutigen Hauenstein-Basistunnel (Bild) entlasten.

Der Wisenbergtunnel soll gemäss Komitee «Bahn 2000 plus» den heutigen Hauenstein-Basistunnel (Bild) entlasten.

Das Komitee «Bahn 2000 plus» spricht sich für neues Rollmaterial statt des vom Bundesrat vorgeschlagenen 4-Meter-Korridors aus. Es hält fest, dass der dritte Juradurchstich nach wie vor der Wisenbergtunnel sein müsse.

In der Vernehmlassung zu den Plänen des Bundesrats, den Zufahrtskorridor zum Gotthard auf 4-Meter-Profil auszubauen, schlägt das Komitee «Bahn 2000 plus», in dem vor allem Bahnfachleute organisiert sind, den Einsatz neuer Tiefladewagen aus Frankreich vor. Diese sollen den Ausbau des Bözbergtunnels, der bisher auf eine Eckhöhe von 3,84 Meter ausgelegt ist, überflüssig machen. Mit den neuen Wagen könne man die grossen Sattelauflieger auch ohne den 900 Millionen teuren Tunnel-Umbau transportieren.

«Zweiter Bözbergtunnel nicht notwendig»

Insgesamt favorisiert das Komitee den Güterverkehr via Hauenstein auf die Achsen Gotthard respektive Lötschberg-Simplon. «Selbst wenn der Entscheid für den 4-Meter-Korridor am Gotthard fällt, ist ein zweiter Bözbergtunnel nicht notwendig. Der dritte Juradurchstich muss gemäss dem Beschluss von 1987 (Bahn 2000) in den Raum Olten führen», spricht es sich für den Wisenbergtunnel aus. Eine Vierspurstrecke Hauenstein-Basis-Wisenbergtunnel diene ausser dem nationalen und internationalen Güterverkehr den Fernverkehrszügen Basel-Bern/Luzern/Zürich, der Basler S-Bahn und dem wachsenden Hochgeschwindigkeitsverkehr nach deutschen Destinationen, Strassburg, Paris und Lyon-Südfrankreich/Spanien. «Da der Flughafen Zürich sich der Saturierung nähert, drängt sich eine engere Zusammenarbeit mit dem Flughafen Basel-Mulhouse auf. Auch dazu braucht es die mit 200 km/h befahrbare Neubaustrecke Wisenbergtunnel-Olten Nord-Schöftland-Altstetten.»

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