Baselland

Nicht nur Maturanden sind verunsichert: Auch für den Wiederbeginn der Volksschule bleibt vieles offen

So eine Ansammlung wie beim ersten Schultag wird es am 11. Mai nicht geben dürfen.

So eine Ansammlung wie beim ersten Schultag wird es am 11. Mai nicht geben dürfen.

Am 11. Mai sollen die obligatorischen Schulen wieder ihre Tore öffnen. Die Baselbieter Bildungsdirektorin Monica Gschwind wollte informieren, wie die Vorbereitungen laufen. Doch der Kanton muss in Varianten planen, da der Bundesrat erst am 29. April das Schutzkonzept vorgibt.

Nicht nur die Maturanden sind derzeit verunsichert. Auch für den Wiederbeginn des Präsenzunterrichts an den obligatorischen Schulen bleibt vieles ungewiss. Zwar rechnet kaum jemand damit, dass der vom Bundesrat kommunizierte Termin vom 11. Mai nicht eingehalten werden kann. Doch definitiv entscheidet dies die Landesregierung erst kommenden Mittwoch. Bis dahin hängen die Kantone und Gemeinden in der Luft, auch was die genaue Organisation des neuen Schulalltags angeht.

Dennoch lud gestern Freitag die Baselbieter Bildungsdirektorin Monica Gschwind zur Videokonferenz und stellte sie unter das hoffnungsvolle Thema «Vorbereitung der Rückkehr zum Präsenzunterricht». «Es stellen sich grosse Herausforderungen, doch ich bin überzeugt, dass wir den Schulen und Schülern die Sicherheit geben können, die sie brauchen», sagte Gschwind. Realität dürfte diese Sicherheit allerdings frühestens kommenden Donnerstag werden. Einen Tag nach dem Bundesrat lädt Baselland zur nächsten Videokonferenz, um die Umsetzung vorzustellen.

Kantonales Schutzkonzept muss warten

Am Freitag beschränkten sich Gschwind, der Leiter des Amts für Volksschulen Beat Lüthy, der Leiter Mittelschulen Marc Rohner sowie der Leiter Berufsbildung Heinz Mohler gezwungenermassen darauf, zu betonen, dass man «in Varianten denken» müsse. Die wichtigste Grundlage, um zu wissen, wie der Schulalltag organisiert werden kann, bildet das Schutzkonzept vom Bund. Doch dieses liegt noch nicht vor. Darauf basierend wird ein kantonales Konzept erarbeitet. Erst dann ist klar, wie viele Schüler gleichzeitig unterrichtet werden dürfen, wie viel Abstand eingehalten werden muss oder wie Lehrer und Schüler, die zu einer Risikogruppe gehören, geschützt werden. Bis dahin tagt die «Taskforce Schulen plus» von Kanton, Schulen und Lehrern noch mehrfach.

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