Bergung

Noch 30 Grad: Kiesschiff «Merlin» lässt sich langsam drehen

Am Montag ist die schwierige Bergung des gekenterten Kiesschiffs «Merlin» in Basel vorangekommen. Der seit August beim Dreiländereck kieloben im Rhein liegende Rumpf konnte bis in Seitenlage gedreht werden. Weiteres bleibt noch offen.

Der von einem Ponton gesicherte Schiffsrumpf war in der vergangenen Woche um rund 30 Zentimeter angehoben worden, damit der auf dem Deck fixierte Bagger beim Drehen nicht störe. Das hatte erst nach Fehlversuchen geklappt. Unter Zuhilfenahme von Stahlseil-Handkurbeln wurde dann mit dem wohldosierten Drehen der «Merlin» begonnen.

Am Montag kam das Bergungsteam dann deutlich vorwärts: Der flache Schiffsboden - er war schon bald nach der Havarie mit einem Graffity verziert worden - sei kaum mehr zu sehen, sagte ein Sprecher der Schweizerischen Rheinhäfen am Montagnachmittag erleichtert: Man sei inzwischen klar «über den toten Punkt» der Drehung hinaus gekommen.

30 Grad fehlen noch, bis die im Hafen gekenterte Merlin endlich ganz gedreht ist. Beim Versuch des finalen Drehs ging ein Rohr kaputt, das nun ersetzt werden muss. Am Dienstag um 10 Uhr soll es weitergehen. Hafensprecher Simon Overbeck zeigte sich erleichtert, dass die Merlin sich bewegt hat. «Wir sind jetzt bei 150 Grad. 80 Prozent sind geschafft. Das ist eine Riesenleistung», sagte er zur bz.

Die «Merlin» war am 4. August ausser Kontrolle geraten und gekentert. Darauf krachte ein Passagierschiff, das gerade abgelegt hatte, beim Wenden in den Havaristen und danach in ein anderes, vertäutes Passagierschiff. Verletzt wurde niemand. Die «Merlin» liegt seither gesichert oberhalb der Einfahrt des Basler Rheinhafens Kleinhüningen. (bz/sda)

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