Gemeindewahlen

Nur Nusshof und Zeglingen bangen noch vor der Nachwahl

Am 22. März stehen Gemeinderats-Nachwahlen an.

Am 22. März stehen Gemeinderats-Nachwahlen an.

Beim zweiten Wahlgang können in acht Ortschaften die Behörden vervollständigt werden. Dort stehen genügend Kandidaturen zur Verfügung.

Zehn Dörfer haben am 22. März in einer Nachwahl ihre Exekutiven zu komplettieren. Dies, weil bei der Gesamterneuerungswahl im Februar nicht sämtliche Sitze vergeben werden konnten. In knapp zwei Wochen stehen in drei Gemeinden Kampfwahlen an, in zwei Orten drohen Nullnummern.

Was geschieht im kleinen Bauerndorf?

Kritisch ist die Situation in der 260-Seelen-Gemeinde Nusshof, wo mit Niklaus Lang erst ein Mandat besetzt ist in der dreiköpfigen Behörde, die Anfang Juli ihre Arbeit aufnehmen soll. Laut dem nach wie vor gelassenen Niklaus Lang gibts auch für die Nachwahl keine offiziellen Bewerbungen. Er habe aber mit Leuten geredet, die erst den Urnengang abwarten wollten. Gut möglich, dass danach Personen, die eine gewisse Anzahl Stimmen erreicht haben, dann die Wahl annehmen. Entscheidend ist das relative Mehr. Auch in Zeglingen fehlt noch ein Gemeinderatsmitglied, bis jetzt ist jedoch keine Kandidatur eingegangen.

Zu Kampfwahlen kommt es in Oberdorf, Grellingen und Eptingen. Alt Landratspräsident Hannes Schweizer (SP) dürfte in Oberdorf gegen den unbekannten Tino Kobler ein leichtes Spiel haben. Der 67-jährige Vollblutpolitiker ist gegen den 33-jährigen parteilosen Neuling, der erst seit acht Monaten im Dorf wohnt, klar im Vorteil. Dank seiner Wahlwerbung könnte Kobler aber ein Achtungserfolg gelingen.

In Grellingen machen sich der von SVP portierte Christoph Angst (Jahrgang 1947) und Rudolf Gitzi (1960, parteilos) den letzten zu vergebenden Sitz streitig. Gewählt wurden am 9. Februar bereits drei SP- und zwei CVP-Vertreter sowie ein Mitglied der EVP. Die 37-jährige Eva Bolliger und der 65 Jahre alte Roland Riedel treten in Eptingen gegeneinander an. Riedel präsidiert seit 2002 die Geschäfts- und Rechnungsprüfungskommission.

Ebenfalls sorglos kann das Stimmvolk von Oltingen, Ramlinsburg, Rothenfluh, Schönenbuch und Tecknau der Nachwahl in knapp zwei Wochen entgegenblicken; für je einen noch vakanten Sitz ist bisher je eine offizielle Bewerbung bekannt.

Tecknau: Martin Sager für Markus Sager

Andreas Gysin stellt sich in Oltingen der Wahl. In Ramlinsburg tritt der 31-jährige Slawa Schweizer an. Bei der Erneuerungswahl im Februar sind zwei bisherige und zwei neue Gemeinderätinnen gewählt worden. Damit dürfte Schweizer Hahn im Korb in der neuen fünfköpfigen Ramlinsburger Exekutive werden. Nicolas Luca Jeffries steht in Rothenfluh als Kandidat zur Verfügung. Der 1989 Geborene wird von der kommunalen Wahlprüfungskommission empfohlen.

In Schönenbuch will der 62-jährige Claudio Lasagni neuer Gemeinderat werden. Er leitet seit einigen Jahren ein KMU am Euro-Airport. Einen interessanten Bewerber meldet die Gemeinde Tecknau. Mit Martin Sager (Jahrgang 1974) kandidiert der Bruder des jetzigen Gemeindepräsidenten, Markus Sager. Dieser ist zur Erneuerungswahl nicht mehr angetreten und gibt sein Amt per Ende Juni ab. Martin Sagers Bewerbung ist gemäss zuverlässigen Informationen ohne Einfluss von Markus Sager erfolgt.

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