In der Baselbieter CVP sind die drei gemeinsamen Oberbaselbieter Mitte-Listen mit GLP und BDP Chefsache. CVP-Wahlleiter Thomas Bretscher will dazu keine Auskunft geben und verweist auf Parteipräsidentin Brigitte Müller. Dabei war es Bretscher, der am Donnerstag am CVP-Parteitag in Muttenz voller Enthusiasmus die eigenen 71 Landratskandidaturen vorstellte. Das Neue daran: Im Gegensatz zu 2015 hat es die CVP geschafft, auch in jedem der drei Oberbaselbieter Wahlkreise eigene Kandidaten zu nominieren.

Neben der bereits seit längerem bekannten Kandidatur des Oberdörfer Gemeindepräsidenten Piero Grumelli, dem Mitte-Spitzenkandidaten im Wahlkreis Waldenburg, werfen sich Dario Rigo im Wahlkreis Gelterkinden und Jack Bralig im Wahlkreis Sissach für die CVP in den Wahlkampf.

Rigo und Bralig sind politisch unbeschriebene Blätter und mussten zuerst zur CVP-Mitgliedschaft überredet werden. Damit wurde die Vorgabe durchgesetzt, dass die CVP keine parteilosen Kandidaturen unter ihrem Parteilogo akzeptiert, wie Parteipräsidentin Müller bestätigt.

Dario Rigo führt gemeinsam mit seinem Bruder Henri, der in Ormalingen im Gemeinderat sitzt, eine Immobilienfirma. Der Hölsteiner Jack Bralig ist Spezialist für IT-Sicherheit. Laut Vereinbarung mit den Partnern GLP und BDP könnte die CVP bis zum Meldeschluss am 28. Januar noch drei weitere Kandidaturen stellen. Doch Müller winkt ab. Dies sei unrealistisch. Man sei jetzt schon heilfroh, wenigstens einen CVP-Kandidaten für jede der drei Mitte-Listen gefunden zu haben.

Auch die BDP kann inzwischen einen Namen für den ihr zustehenden Spitzenplatz im Wahlkreis Gelterkinden nennen: Peter Rodel, selbstständiger Steuerberater aus Zunzgen. Ein anderer zuerst für diese Position vorgesehene Kandidat zog sich laut BDP-Präsident Marc Bürgi aus persönlichen Gründen zurück. Den der GLP zustehenden Spitzenplatz im Wahlkreis Sissach nimmt die parteilose Regina Werthmüller (bisher) ein, die einzige Oberbaselbieter Mitte-Kandidatin mit guten Wahlchancen.