Muttenz

«Opfer» hat Handtaschen-Diebstahl frei erfunden

Junge Frau mit Handtasche (Symbolbild)

Junge Frau mit Handtasche (Symbolbild)

Eine Frau hat einen angeblichen Entreissdiebstahl in Muttenz vom Mai 2010 erfunden. Das heute 19-jährige «Opfer» hat im Zuge der Ermittlungen zugegeben, dass ihr die Handtasche gar nicht gestohlen wurde. Jetzt hat sie ein Verfahren am Hals.

Sie habe am Bankschalter mehrere hundert Franken bezogen, das Geld in ihrer Handtasche verstaut und anschliessend die Bank verlassen. Kurz darauf habe sich ihr kurz eine unbekannte männliche Person von hinten genähert und ihr die Tasche mitsamt dem Geld entrissen, so  die Schilderung einer heute 19-jährigen Frau am Abend des 20. Mai 2010 bei der Polizei.

In der Folge nahmen die Polizei und die Staatsanwaltschaft Ermittlungen auf. Die Polizei suchte gar öffentlich nach Zeugen - erfolglos. Mit gutem Grund, wie sich nun zeigt. Denn während der Untersuchung traten immer mehr Ungereimtheiten an den Tag. Sie nährten den Verdacht, dass sich gar kein Entreissdiebstahl zugetragen hat.

Und so geriet das ursprüngliche «Opfer» plötzlich selbst ins Visier der Staatsanwaltschaft. Am Dienstag dieser Woche gab die junge Frau nun zu, dass der Entreissdiebstahl nie stattgefunden hat. Vielmehr hat sie das Geld verloren. Mit Hilfe der frei erfundenen Geschichte hat sie das Geld wieder bekommen wollen. 

Die junge Frau hat nun ein Verfahren am Hals wegen Irreführung der Rechtspflege und der Abgabe eines falschen Zeugnisses. (rsn)

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