Sparen

Pächter für das Hallenbad in Birsfelden gesucht

Die Verpachtung der Schwimmhalle beim Schulzentrum Kirchmatt ist eine von 35 Massnahmen, die das strukturelle Defizit der Agglomerationsgemeinde ausgleichen sollen.

Die Verpachtung der Schwimmhalle beim Schulzentrum Kirchmatt ist eine von 35 Massnahmen, die das strukturelle Defizit der Agglomerationsgemeinde ausgleichen sollen.

Damit die Gemeinde Birsfelden sparen kann, soll künftig ein Pächter das Hallenbad betreiben. Das angestrebte Mischmodell mit kommerzieller und gemeindlicher Nutzung ist eine Pionieraktion.

Birsfelden würde gerne per 1. Januar 2016 seine Schwimmhalle verpachten. Im Rahmen des im vergangenen Jahr beschlossenen Sanierungspakets will die Gemeinde den Betrieb der Schwimmhalle beim Schulzentrum Kirchmatt auslagern, um zu sparen.

Der Pächter soll «innerhalb der zur Verfügung gestellten Wasserfreistunden ein kommerzielles Angebot schaffen, aber auch sicherstellen, dass der Betrieb für die Gemeindenutzungen weiter aufrechterhalten bleibt», erklärte Gemeindepräsident Christof Hiltmann an der gestrigen Medienkonferenz.

Die Verpachtung der Schwimmhalle ist dabei nur eine von 35 Massnahmen, die das strukturelle Defizit der Agglomerationsgemeinde ausgleichen sollen (bz berichtete). Zuerst habe der Gemeinderat erwogen, die Schwimmhalle zu schliessen, weil sie jährliche Kosten von 350 000 bis 400 000 Franken verursache, so Hiltmann. Ein Ausgabeposten, den sich Birsfelden «unter den gegebenen Umständen» nicht mehr leisten könne, fuhr der Gemeindepräsident fort. Das nun angestrebte Mischmodell mit kommerzieller und gemeindlicher Nutzung, das in dieser Form eine «Pionieraktion» sei, trage der Tatsache Rechnung, dass «Hallenbad-Wasserkapazitäten in der Region sehr gesucht und knapp» seien.

Bei der Ausarbeitung der Ausschreibung, die bis Ende August läuft, habe man die bisherigen Nutzer miteinbezogen. «Wir haben den Belegungsplan, anders als heute, so gestrafft und komprimiert, dass gewisse Zeiten frei sind für weitere Nutzungen.» Die Birsfelder Schulen als Hauptnutzer sowie die lokalen Vereine können das Hallenbad mit drei 25-Meter-Bahnen weiterhin gratis nutzen, versprach Hiltmann.

«Was es uns finanziell bringt — da wagen wir keine Aussage», wehrte Hiltmann alle Spekulationen ab. «Wir haben momentan eine finanzielle Belastung von 350 000 Franken. Alles, was diese Belastung senkt, ist ein positiver Beitrag.» Sollte man keinen Pächter finden, der die detaillierten Anforderungen der Gemeinde erfüllt, könnte es sein, dass die Gemeinde selbst eine teilweise kommerzielle Nutzung verwalten wird. Dies sei aber nicht das Wunschszenario. Eine Schliessung der Halle wäre laut Hiltmann die «unattraktivste» Variante, die er gestern jedoch noch nicht völlig ausschliessen wollte. (asc)

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