Das bekam eine Familie aus dem Baselbiet zu spüren. Beide Kinder seien von je einer Zecke gebissen worden, berichtet die Mutter der bz. Bei den beiden Hunden hätten sie insgesamt sogar 15 Zecken entdeckt. Die Familie war zuvor in Diegten in der Nähe der Feuerstelle Wasserfall unterwegs gewesen.

Die bz hat sich bei den verantwortlichen Stellen erkundigt, ob in diesem Frühling die Zahl der Zecken besonders hoch sei. Doch Rolf Wirz, Sprecher der Baselbieter Volkswirtschafts- und Gesundheitsdirektion, winkt ab: «Wir können keine Häufung von Zeckenbissen bestätigen, weil Zeckenbisse an sich nicht meldepflichtig sind.»

Harmlos sind Zeckenbisse nicht. Die beiden häufigsten durch Zecken übertragbaren Krankheiten sind die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) und die Borreliose, welche im schlimmsten Fall eine Hirnhautentzündung verursacht. Die Borreliose wird durch ein Bakterium ausgelöst, kommt fast in der ganzen Schweiz vor und kann mit Antibiotika therapiert werden. Gegen die durch ein Virus ausgelöste FSME wirkt kein Antibiotikum, jedoch schützt gegen sie eine Impfung. Eine weitere durch Zecken übertragbare Krankheit ist die Tularämie. Die Tularämie ist eine seltene Krankheit, deren Fallzahlen steigen. Sie ist mit Antibiotika jedoch gut behandelbar.

32 Fälle registriert

FSME ist meldepflichtig. «Wir haben in diesem Jahr bisher keinen gemeldeten Fall im Baselbiet», sagt Wirz. Seit Jahresbeginn wurden laut Bundesamt für Statistik schweizweit 32 FSME-Fälle registriert. Diese Zahl liegt etwa im Durchschnitt.

Auch wenn keine Häufung der Zeckenstiche erkennbar ist, sollen die Vorbeugemassnahmen beachtet werden: Gestrüpp und Unterholz meiden, geschlossene Kleidung tragen, Zeckenschutzmittel verwenden und sich nach einem Wald- oder Gartenaufenthalt auf Zeckenstiche kontrollieren.