Für die drei kantonalen Vorlagen, über die das Baselbieter Stimmvolk am 25. November an der Urne entscheiden wird, haben die grössten Parteien das Terrain klar abgesteckt. Die Bürgerlichen unterstützen den Gegenvorschlag zur zurückgezogenen Wohnkosten-Initiative und lehnen die Gesetzesinitiative «Ja zur Prämienverbilligung» der SP ab. Im rot-grünen Lager lauten die Parolen genau umgekehrt: Es sagt Ja zur Prämienverbilligungs-Initiative und Nein zur Wohnkosten-Vorlage.

Die EVP Baselland empfiehlt als Mitte-links-Partei beim Gegenvorschlag zur Wohnkosten-Initiative ein Ja. Hier geben die Grünliberalen Stimmfreigabe und bei der Prämienverbilligung die Nein-Parole heraus. Unumstritten ist die dritte Vorlage: Zur Teilrevision des Gerichtsorganisations- und Prozessrechts plädieren die wichtigen Baselbieter Parteien für ein Ja.

Einmal Nein, zweimal Ja

Folgt das Stimmvolk in zehn Tagen mehrheitlich den Empfehlungen dieser acht Parteien, dürften die Prämienverbilligungs-Initiative abgelehnt und der Gegenvorschlag zur Wohnkosten-Initiative angenommen werden. Alles andere als ein deutliches Ja zur Teilrevision des Gerichtsorganisations- und Prozessrechts käme einer Sensation gleich.

Mit Spannung erwartet wird ebenfalls der Ausgang der drei nationalen Vorlagen: Selbstbestimmungs-Initiative, Hornkuh-Initiative und gesetzliche Grundlage zur Überwachung von Versicherten.